
Erfahrt die Geschichte und Werte unseres traditionsreichen Vereins.
Dieser Bereich präsentiert die historische Entwicklung und die grundlegenden Prinzipien des Schützenvereins Almena von 1885 e.V., welche die Gemeinschaft und den Schießsport fördern.
Wir möchten hiermit unser verdientes Mitglied und seine Arbeit und die Aufopferung für unseren Verein würdigen.

Vorworte zur Vereinschronik von Heinz Süllwold
Grußwort von Erich Thermann
Grußwort von Erich Thermann
Initiator und Mitbegründer des Freundeskreises der Almenaer Schützen
Tradition verpflichtet.
Endlich, nach 118 Jahren Vereinsgeschichte, hat auch unser Verein eine Chronik.
Eine Vereinschronik auf die unser Verein und insbesondere unser Chronist – Heinz Süllwold – recht stolz sein kann. Chronologisch aufgebaut wird die Vereinsgeschichte präsent, Höhen und Tiefen werden deutlich. Heinz Süllwold hat mit viel Schaffensfreude, in mühevoller Klein- und Sucharbeit sein Werk vollendet. Diese Vereinschronik wird mit Sicherheit bei unseren Vereinsmitgliedern Freude und Bewunderung auslösen.
Für diese Leistungen möchte ich mich bei Heinz Süllwold, im Namen aller Mitglieder des „Freundeskreises der Almenaer Schützen“ recht herzlich bedanken. – Danke! –
Die Chronik beweist, dass unsere Vereinsziele – Sport – Geselligkeit – Tradition – immer oberstes Gebot waren. Vor allem junge Menschen und immer mehr Frauen fühlten sich vom Schießsport angezogen, der sich von der Pflege anderer Sportarten deutlich unterscheidet:
Brauchtumspflege; Heimatliebe, Traditionsbewusstsein und ein gewisser Stolz auf die eigene Gemeinschaft- ist beim Schützenverein ausgeprägter als bei anderen Sportarten.
Für neue Vereinsmitglieder, Schüler und Jugendliche, die sich über das Schützenwesen, Brauchtumspflege und Tradition informieren wollen, ist diese Vereinschronik eine gute Orientierungshilfe.
im September 2003
Grußwort zur Chronik des Schützenverein Almena von Frank Ehlert
Grußwort zur Chronik des Schützenverein Almena von Frank Ehlert
Vizepräsident des Westfälischen Schützenbundes
„Es war einmal“ oder „früher, vor langer Zeit“ das sind die Aufmerksamkeit heischenden Worte, mit denen all’ die wunderbaren Geschichten und spannenden Erzählungen unserer Jugend und Kindheit beginnen. Mit einem eher wehmütigen „Ach ja, früher“ erinnern sich die Älteren unter uns an die gute alte Zeit. ‚Das war früher“ oder „Mann, das ist Steinzeit“ kontert cool die Jugend im Verein, und alle haben aus ihrem Blickwinkel Recht damit.
Eine Brücke vom Beginn und Wiederbeginn des Schützenvereins Almena von 1885 e.V. bis in unsere Gegenwart schlägt diese vorliegende Chronik des Verfassers und Schützen-Urgesteins Heinz Süllwold.
In vielen hundert Stunden Recherche, mit anschaulicher Schilderung über die spartanischen Anfänge aber des großen Enthusiasmus der Vereinsgründer und ausgeschmückt mit zahlreichen Bildern von Anbeginn bis zu jüngster Gegenwart schafft der Autor ein lebendiges Bild über die Gesamtheit Ihrer Vereinsgeschichte und verleiht damit den Schützen in Almena ein wichtiges Stück echter Identität.
Der lockere Stil, in dem teils grotesk anmutende, aber für wahr beschworene Begebenheiten und Anekdoten beschrieben werden, lässt das Gesamtwerk ZU einem Buch wachsen, das spannend und zugleich leicht lesbar selbst bei der künftigen Generation noch Interesse wecken wird.
Ich beglückwünsche den Schützenverein Almena zu solch einer gelungenen Chronik.
Mit bestem Schützengruß
Vorwort Heinz Süllwold – Chronist
Die Erforschung der Geschichte des Schützenvereins Almena
Vorwort
(Heinz Süllwold – Chronist)
Viele ältere Traditionsvereine haben die Entstehung und Entwicklung ihres Vereins niedergeschrieben. So entstand auch im Schützenverein Almena der Wunsch, eine Vereinsgeschichte zu erarbeiten. Waren doch alle Aufzeichnungen des früheren Vorstandsmitgliedes, Theodor Rieke, nach dessen Tod nicht mehr auffindbar. So wurde letztendlich an mich der Wunsch herangetragen, mich damit zu befassen.
Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, wie viel Arbeit in den Nachforschungen im Verein selbst, bei den älteren Almenaer Mitbürgen, in alten Aufzeichnungen, Gemeinde- Landes- und Staatsarchiven usw., stecken. Aber solche Recherchen machen neugierig. Man kommt, wie man so sagt, „vom Hölzken aufs Stöcksken“.
Ich bin zwar keineswegs der geborene Geschichtsschreiber, jedoch, seit meiner „Einwanderung“ aus dem benachbarten Laßbruch im Jahre 1957, bereits seit 1958 aktives Mitglied im Schützenverein Almena. Aus dieser Zeit habe ich alle Ereignisse pur mit erlebt und viele Details, aus den vom ehemaligen Schriftführer Erich Thermann und seinen Vorgängern präzise geführten Protokollen, entnehmen können.
Wer den Schützenverein Almena von 1885 e. V. kennt, weiß sicherlich die Tugenden, die man sich hier auf die Fahne geschrieben hat, zu schätzen. Nämlich:
Kameradschaft, Geselligkeit, Schießsport, Traditionspflege und fröhliches Miteinander. Diese Tugenden galten schon zur Gründerzeit und werden hoffentlich auch in Zukunft Bestand haben.
Mein Bemühen wird es sein, die Vereinsgeschichte möglichst identisch, zeitnah und mit vielen Fotos lebendig zu dokumentieren.
Gönnen Sie sich eine Mußestunde und folgen Sie mir auf den nächsten Seiten. Ich hoffe, Sie haben Spaß daran und erleben eine lebendige Historie des Schützenvereins Almena von 1885 e. V.
Almena, im September 2003

Die Vereinsgeschichte in Abschnitten
Genießt die wichtigsten Meilensteine und Ereignisse des Schützenvereins Almena von 1885 e.V.
Herkunft der Vereine
Wie in fast allen Städten und Dörfern gab es sicherlich auch in Almena schon vor einigen hundert Jahren Schützen. Man schloss sich zusammen, zur Schützengilde, Bürgerwehr oder, einfach gesagt, zur Notgemeinschaft, um Frauen und Kinder, Hab und Gut vor kriegführenden, raubenden, oft gar mordenden und brandschatzenden durchziehenden Truppen einiger Ritter und Grafen zu beschützen.
Derartige Truppendurchzüge waren auch für die Einwohner unseres Dorfes eine furchtbare Plage. Die Bevölkerung war der Willkür der Truppen ausgesetzt. Unerträglich waren die Verluste an Vieh, Korn und Wertsachen.
Authentische Aufzeichnungen über schützenähnliche Zusammenschlüsse in Almena, die gar ins Mittelalter zurückgehen, geben es nicht. Die so genannten „Schützen“ damaliger Zeit in unserer Region waren keine Soldaten. Sie waren „Beschützer“ und lediglich zum Beschützen der heimischen Dorfbewohner da. Aus dieser, in Zeiten der Not erwachsener Kameradschaft und Geselligkeit, kam es, auf den Dörfern unseres Landes in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, zur Entstehung von Schützenvereinen. So auch in Almena.
Die, beispielsweise in der Dorfgeschichte Almena, fälschlich dargestellte Version, die Begeisterung für das Militärische, militärische Dienstgrade… hätten die Gründung von Schützenvereinen beflügelt, stimmt nicht.
Wie in jeder Organisation, früher in der Bürgerwehr und auch heute in Schützen- sowie allen anderen Vereinen, gibt es einen Obersten. Schließlich steht jeder Vereinigung jemand vor, der „der Oberste“ ist. Wir Schützen nennen ihn Oberst. Weitere Dienstgrade werden verliehen für besondere Aktivitäten, die der Vereinsgemeinschaft dienen (Vereinstreue, Kameradschaft usw.) und haben keinerlei militärischen Hintergrund.
Die Gründung des Vereins
Im Jahre 1885 gründeten brave Almenaer Schützen aus dem damaligen Schützenwesen einen ordentlichen Verein.
Den Schützenverein Almena.
Dies geschah nicht mehr aus Not. Denn eine Schutz- und Trutzwehr wurde nicht gebraucht. Der Eiserne Kanzler Bismarck regierte. Vaterländisches Denken, Liebe zur Heimat, Gemeinschaftssinn, Treue, Ehre und Tradition waren Worte, die hoch angesiedelt waren. Im Vordergrund des jetzigen Schützenvereins stehen der sportliche Ehrgeiz und die Lebensfreude, die beispielsweise in den alle zwei Jahre stattfindenden Schützenfesten ihren Ausdruck sucht. Tradition und Ziel war seit Beginn: Eine große Gemeinschaft und Bürgernähe über alle weltanschaulichen Unterschiede und parteipolitischen Anschauungen hinweg.
Leider gibt es aus der Gründerzeit keine authentischen Unterlagen, die ältesten Aufzeichnungen datieren vom 17. Juli. 1908
Lippische Landes- Zeitung (Original-Wiedergabe): Fürstenthum Lippe – Amt Varenholz.
Almena, 16. Juni. Unser letztes Schützenfest stand unter einem trüben Stern. Herrlich begann es, Schön war es in seinem ersten Verlauf, um dann durch ein furchtbares Gewitter bös beeinflußt zu werden. Als nämlich der Festzug zum Festplatz marschiert war und der Parademarsch beginnen sollte, setzte das schwere Unwetter ein. Um das Uebel vollends groß zu machen, schlug der Blitz ins Festzelt, dieses dadurch in seiner Ueberdachung zum Einsturz bringend. Eine wilde Panik begann. Kinder und andere Personen wurden zu Boden getreten und man muß sich wirklich wundern, daß kein größeres Übel passiert ist. Abends wurde dann trotz des Ungemachs unter freiem Himmel beim Mondschein getanzt und am folgenden Tage das Fest fröhlich fortgesetzt.
Das Jahr 1911 und die folgenden Jahre bis zum 1. WK
In Wilhelm Sandmann’s Tagebuch aus dem Jahre 1911 ist zu lesen:
„Am 5. und 6. März hatten wir in Almend Schützenfest, weiches an beiden Tagen in fröhlicher und angenehmster Harmonie verlief. Bis jetzt hatte das Almenaer Schützenfest immer im Sommer stattgefunden, weil aber eine Pause von 3 Jahren während des letzten Schützenfestes verflossen und anzunehmen war, dass es im Sommer doch nicht wieder gefeiert würde, so taten wir uns im März zusammen, hauptsächlich darum, weil es jetzt dieZiegler noch mitfeiern konnte. Unser König war Dachdeckermeister Heinr. Ballhausen, Schützenkönigin Johanne Strunk.
Am 2. Tage errang sich die Königswürde Zimmermeister Heinrich Wintermeier, weicher sich Alwine Kater zur Königin erkor.
Ich hatte die Ehre, Feldwebel der ersten Kompanie zu sein und beide Tage das Fest In Feldwebeluniform mitzumachen. Es war ein Fest von Lust und Freude, welches Vergnügen gemacht hat. Juchhu!
Aus diesen Worten ist zu entnehmen, dass die Almenaer Schützen schon damals frohe Feste gefeiert haben, an die man sich gerne und mit Freude erinnerte.
Das nachstehende Foto ist ein weiterer Beweis des eben beschriebenen Schützenfestes. Beeindruckend auch die große Zahl der angetretenen Schützen. Hatte Almena zu der Zeit doch nur 860 Einwohner.

An der Kreuzung nach Bistrup – im Hintergrund die Häuser. Bünten-Meier (Falke) und Voß
Wilhelm Sandmann schreibt in seinem Tagebuch unter dem 11. März 1913:
„Am 9. und 10. März, einem Sonntag und Montag, fand in Almena das diesjährige Schützenfest statt, nachdem es wieder zwei Jahre geruht hatte. Am Sonntag war hervorragend schönes Wetter, so dass sich viele schaulustige Besucher eingefunden hatten.
Unser alter König war Heinrich Wintermeier. Unsere alte Königin war Alwine Kater gewesen, welche aber im Februar d. Jahres geheiratet und deshalb ihren Ehrenposten aufgegeben hatte, wofür sich unser Schützenkönig Karoline Grote als Schützenkönigin auserwählt hatte. Oberst war Schneidermeister Wilhelm Bierhenke, Hauptmann der 1. Komp. Heinrich Siek, Hauptmann der 2. Komp. Simon Lehmeier, Feldwebel der 1. Komp. war ich (Wilhelm Sandmann), Feldwebel der 2. Komp. Konrad Lehmeier, Adjutant des Königs Heinrich Frevert (Am Bache.) Der erste Tag verlief folgendermaßen:
1 Uhr mittags antreten, Abholen der Fahnen, welche schon seit 1863 im Almenaer Schützenverein existieren, wie die Jahreszahl auf dem Fahnentuche ausweist.
(Gab es also schon im Jahre 1863 den Schützenverein Almena? Oder war es ein Vorläufer unseres Vereins? Leider gibt es hierüber keine genauen Erkenntnisse — weder im Staatsarchiv NRW noch im Lippischen Landes-Archiv).
Nach dem Abholen der Fahnen wurde der König geholt, welchen der Kaufmann August Hausmann im Kutschwagen fuhr. Fritz Mund war Kutscher Sr. Majestät, Fritz Kreth Königsbediensteter. Dann holten wir die Königin ab, worauf Parademarsch auf Wehrmanns Wiese stattfand bei dem Wegeweiser nach Lassbruch.

Hierzu hatte sich eine unzählige Menschenmenge eingefunden. Nachdem der Photographist einige Aufnahmen gemacht hatte, wurde der Rundmarsch durchs Dorf angetreten, worauf anschließend der Ball stattfand, welcher die Festteilnehmer bis in die frühen Morgenstunden in heiterster Harmonie hielt.
Der zweite Tag brachte uns als erstes das Königsschießen. Ziegelmeister Gustav Bünte aus Lassbruch errang die Königswürde. Nachdem die Königsscheibe nach dem neuen König gebracht, wurden die Fahnen wieder abgeholt und der neue König geholt. Darauf die neue Königin. Unser neuer Schützenkönig hatte sich die Frau des Ziegelmeisters Wilhelm Grote aus Almena zur Schützenkönigin erwählt.

Karl Huxol fuhr den Königswagen des neuen Königspaars, Tischler Fritz Brand war Königsbediensteter, Müller Flasbeck Adjutant. Darauf wurde der alte König und die alte Königin geholt, worauf der Rundmarsch durch die geschmückten Straßen des
Dorfes erfolgte. Dachdecker Heinrich Ballhausen war General, sein Adjutant Schmied August Lüdersen. Hofdamen der alten Königin waren Fräulein Luise Hilker und Fräulein Alwine Hanke, Hofdamen der neuen Königin Frau Schmied Auguste Lüdersen und Frau Gustav Bünte, des Schützenkönigs Gemahlin. Nach dem Rundmarsch durch das Dorf trat wiederum der Ball in seine Rechte, welcher wieder alle Festgenossen bis in die frühen Morgenstunden in fröhlichster Stimmung zusammenhielt. Die Musik wurde ausgeführt von dem sogenannten „Emil“ (Wiegand) aus Lassbruch mit neun Mann. „

Diese Tradition wurde durch den ersten Weltkrieg unterbrochen.
Das Vereinsleben zwischen den Kriegen
Wann und in welcher Weise das Vereinsleben wieder entfacht wurde, ist nicht bekannt.
Fest steht jedoch, dass im Jahre 1931 wieder ein Schützenfest gefeiert wurde. König war Willi Kruse aus Fütig; seine Königin war Minna Nolting. (Den älteren Almenaer Bürgern bekannt als „Noltings Minna“)
„Wachwechsel“ war dann 1933. Das Bild zeigt das scheidende Königspaar mit Gefolge bei der Abholung vor dem Hause Bäcker Wilhelm Nolting (früher genannt: Neuer Nolting).
Wie auf dem nächsten Bild zu sehen, wurde auch damals schon ein „Sanitätswagen“ mitgeführt. Vor dem Gasthaus Korf werden sicherlich noch einige Flaschen „Chloroform“ für die ambulante Behandlung während des Festumzuges zugeladen.

Nun begab sich der Festzug, allen voran Oberst Wilh. Bierhenke hoch zu Roß, zum Abholen des neuen Königshauses in die Kirchstraße. (rechts der Pfarrberg)

Offensichtlich waren die beiden Bäcker-Familien, Hugo Nolting (der „alte“ Nolting in der Kirchstraße) und Wilhelm (der „neue“ Nolting – noch besser war diese Familie unter „Noltings Minna“ bekannt), an diesem Fest „königlich“ beteiligt.
Nachstehendes Foto zeigt das angetretene Bataillon in der Kirchstraße. Davor die wartende Königskutsche und aus dem Noltingschen Hause (Hugo Nolting später Bäckerei Stumpenhagen) die Treppe herabsteigend, das neue Königspaar Willi Hannover (Schlachter) und Marie Nolting mit Gefolge.

Links der „kleine Knirps“ an Vaters Hand ist Heinz Dißmeier. Schon damals faszinierte ihn das Almenaer Schützenfest. Wen wundert es da, dass er einer der Wiedergründer des Vereins am 1. Mai 1954 und heute nach wie vor einer der treuesten Kameraden ist.
Dann ging’s hinauf auf Bergeshöhe. Das große Festzelt war aufgebaut auf dem Sportplatz Almena-Berg. Für die jüngere Generation: Der Sportplatz befand sich zwischen Gastwirt Rinne (später Kaufmann Hermann Höltke) und Brand (jetzt Bertram).

Aufstellung der Königskutschen auf dem Sportplatz.
Zwei Jahre später, im Jahre 1935, fand das nächste Schützenfest statt.
Schützenkönig war der Lehrer Beckmeier; seine Königin war Frau Meier (Meier-Heger) aus Bistrup.

Abholung der Königin auf dem Hof Meier-Heger in Bistrup
Auch verstand man damals schon eine lustige Nummer abzuziehen. Dem scheinbar etwas kurz geratenen Krusekop, genannt General Litzmann (sein Degen war offensichtlich länger als seine Beine) ermöglichte man das Aufsitzen auf seinen Gaul, indem man eine Leiter an das Pferd stellte. Zum Gaudi „spielte“ der Müller Lemmo einen Fotografen; Pferdehalter ist Gustav Bünte aus Maßbruch.


Nachdem sich der General gut festgehalten und den Gleichgewichtstest bestanden hat, wird die Leiter entfernt.
In damaliger Zeit wurden in und um Almena noch alle Acker- und Spanndienste mit „Pferde-Stärken“ bewältigt. Traktoren kannte man nur vom Erzählen. Somit gab es viele Pferde, die man gern bei Schützenfestumzügen in großer Anzahl mitführte.

Anbringen der Königsscheibe an der Neuen Schule Frau Beckmeier betätigt sich als Mundschenk.
Auffällig sind die Mützen der Schützen. Waren es auf dem Bild vom Schützenfest 1933 Mützen im „Straßenwärter-Look“, so sind es 1935 so eine Art ,Pudelmützen“.
S.M. haben zum Kaffee eingeladen:

Unten von links: Erna Brandt (spätere Königin von Rudolf Bünte), Königin Frau Meier, König Beckmeier, ganz rechts Wilh. Zimmermann. Dahinter von links: 2. in Husarenuniform Böger aus Nalhof, Heinrich Wintermeier, Oberst Wilh. Bierhenke, Heinrich (Schuster) Humke, ebenfalls in Husarenuniform Karl Huxol (Bauer).
Der letzte amtierende Schützenkönig vor dem 2.Weltkrieg war Rudolf I. Bünte im Jahre 1937. (Sohn des König Gustav Bünte aus dem Jahre 1913)

Die frühen Jahre nach dem 2. WK
Der letzte amtierende Schützenkönig vor dem 2.Weltkrieg war Rudolf I. Bünte im Jahre 1937. (Sohn des König Gustav Bünte aus dem Jahre 1913)

Er war es dann auch, der zur ersten Versammlung nach dem Kriege, am 1. Mai 1954, ins Gasthaus Bröker eingeladen hatte. 15 Personen waren erschienen :
Rudolf Bünte, Paul Daniel, Heinz Dißmeier, Wilhelm Fasse, Willi Fasse, Heinz Hoppe, Karl Huxol, Günter Korf, Heinz Korf, Rudolf Lehmeier, Meier, Heinrich Meier, Willi Oppermann, Jupp Sanders, Heinrich Schäfer.
Alle 15 trugen sich als Mitglieder des Schützenvereins ein und ließen einstimmig den Schützenverein Almena wieder aufleben.
Mit der Durchführung der Vorstandswahl wurde der Schützenbruder Heinrich Schäfer beauftragt. Es wurde folgender Vorstand gewählt:
| 1 . | Vorsitzender | Rudolf Bünte |
| 2. | Vorsitzender | Wilhelm Fasse |
| 1 . | Schriftführer | Hans-Joachim Meier |
| 2. | Schriftführer | Heinrich Meier |
| 1 . | Kassierer | Heinrich Schäfer |
| 2. | Kassierer | Josef Sanders |
| 1 . | Schießwart | Heinrich Meier |
| 2. | Schießwart | Heinz Hoppe |
Als Vereinslokal sollte bis auf Widerruf das Gasthaus Korf (Inhaber Heinrich Bröker) in Almena dienen.
Die erste Buchung, die der Kassierer Heinrich Schäfer vornahm, war:
Sammlung (durchgeführt vom Schützenbruder Paul Daniel) 63,00 DM.
Die Versammlung war sich darüber einig, so schnell wie möglich einen Schießstand zu erstellen.
Der alte Kleinkaliber-Schießstand, entlang der Exter in Fütig, war durch die langen Kriegsjahre nicht mehr zu gebrauchen und eine behördliche Genehmigung für eine Erneuerung an gleicher Stelle wurde nicht erteilt. Man entschied sich für eine Notlösung:
Geschossen wurde jeden Sonntagmorgen auf ,Brökers-Saal“. Und zwar mit dem Luftgewehr „sitzend aufgelegt“.
Nach alten Aufzeichnungen muss der Schießsport gleich nach Wiederbeginn der Vereinstätigkeit regen Zuspruch gehabt haben.
So findet sich unter dem 9. 10. 1954 eine Rechnung von Zeier & Schild aus Rinteln über 250 Bolzen, 200 Scheiben und 500 Kugeln.
Von der Anschaffung eines Luftgewehres keine Spur.
Bleibt die Frage: Hat man mit einer selbstgebastelten Schleuder oder Zwille geschossen, oder hatte einer der Schützen noch ein altes „Schätzchen“ im Schrank?
Erst am 16.2.1955 wurde der Beschluss gefasst, eine „Luftbüchse“ zu kaufen. Der Schießwart Heinrich Meier (Almenas Schutzmann) wurde mit der Beschaffung beauftragt. So belegt eine Quittung der Firma Möller aus Bösingfeld, vom 26. Febr. 1955, die Anschaffung von 1 Luftgewehr für DM 119,00.
Im Januar 1956, also 1 Jahr danach, wurde bereits für 138,25 DM ein zweites Luftgewehr angeschafft. Ein Zeichen dafür, dass der gebotene Schießsport großen Zuspruch hatte.
Selbstverständlich musste nun auch Gewehrschrank angeschafft werden. Dieser wurde, wie konnte es in damaliger Zeit auch anders sein, natürlich aus Holz angefertigt. Auch gab es noch kein Sicherheitsschloss. Er stand nicht etwa in einem abgeschlossenen Raum, sondern auf dem Zwischenpodest im Treppenhaus des Gasthauses Korf und wäre für jedermann zugänglich gewesen. An Einbrecher, Diebe oder sonstige finstere Gestalten dachte man damals nicht. Es herrschte noch Zucht und Ordnung.
1955: Das 1. Nachkriegs-Schützenfest in Almena findet statt.
Der aus dem Jahre 1937 noch amtierende Schützenkönig und Wiedergründer des Vereins, Schneidermeister Rudolf I. Bünte eröffnete, mit der von ihm gewählten Königin Christel I. Korf, das Schützenfest.

(Rudolf I. + Christel I. )
Als erster Schützenkönig des wiederbegründeten Vereins wurden der Kaufmann Theodor I. Rieke und seine Königin Margarete I. Rolf, von der jubelnden Bevölkerung Almenas und Umgebung gehuldigt.
von links: Margarete Rolf, Theodor Rieke, Christel Korf, Rudolf Bünte

Es war geschafft: Die Tradition, wieder alle zwei Jahre das Schützenfest der Almenaer Schützen zu feiern, war eingeläutet und jung und alt machten, zur Freude der Schützen, begeistert mit.

Auf obigem Bild sieht man, mit welch großer Begeisterung die zahlreiche Almenaer Bevölkerung, vor der großen Freitreppe des Gasthauses Korf, auf die Ankunft und die Krönung des neuen Königspaares wartet.
Viele werden sich, oder bekannte Gesichter, wiedererkennen.
Festumzug durchs Dorf (im Handwagen, auf dem Foto schlecht zu erkennen, eine rehbraune Ziege)

Es war Rudolf Bünte sen., der keine Mühe gescheut hat, nach den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren, die Schützentradition im schönen Almena wieder aufleben zu lassen.
Mit schwungvollem Schritt.

Die erste Fahnenabordnung mit ausgeliehener Fahne des Schießvereins Bergeslust.
Schön zu erkennen ist die alte Bruchsteinmauer, die sich beidseitig der Dorfstraße im Bereich des Siekbaches und der Alme, der „schlängelnden Straße“ befand. Links das der Straßenbegradigung zum Opfer gefallene Haus Huxol.
Heinz Dißmeier, mit Frack und Zylinder, hat die ehrenvolle Aufgabe, das „alte“ Königspaar Christel Korf und Rudolf Bünte in der, mit viel Liebe und Hingabe, geschmückten
Kutsche durch das schön geschmückte Dorf zum Sportplatz nach Fütig zu fahren. Neben ihm auf dem Kutsch-Bock sitzt Königs-Adjutant Günter Korf.
In der Kutsche begleiten die Hofdamen Traute Korf und Lina Bünte das Königspaar.
In der ersten Reihe hinter der Kutsche marschiert Karl Huxol (einer der Wiedergründer des Vereins)

Auf dem Sportplatz Fütig: Königskutsche 1955

Auf dem Kutschbock Königs-Adjutant Willi Fasse.
In der Kutsche: König Theodor I. Königin Margarete I.
Und die Hofdamen: Anneliese Rieke Elisabeth Rickmeier
Antreten der Kompanie auf dem Sportplatz in Fütig.


Einen Eklat gab es an der Generalversammlung am 11.02.1956:
Der Schriftführer war nicht anwesend, das Protokoll konnte nicht verlesen werden. Die Folge: er wurde sofort seines Amtes enthoben.
Was dem Verein jedoch fehlte, war eine eigene Vereinsfahne. Die offensichtlich früher vorhandene Fahne (Wilh. Sandmann erwähnt in seinen Notizen von 1913 sogar mehrere), ist in den Kriegswirren abhanden gekommen. An eine neue, eigene Fahne war in dieser jungen Zeit nach der Wiederbegründung des Vereins aus finanziellen Gründen nicht zu denken.
Vor dem 2. Weltkrieg gab es in Almena noch eine weitere Schützenvereinigung und zwar den Schießverein Bergeslust Almena,berg.
Dessen Fahne hatte man sich bereits zum Schützenfest 1955 ausgeliehen. Der Vorstand nahm mit den noch lebenden Mitgliedern des Schießverein Bergeslust (Fritz Brandt, Adolf und Wilh.
Hausmann, Fritz Klemme, Karl Rose) Verhandlungen auf, um deren, noch gut erhaltene und sehr schöne Fahne zu kaufen. Am 9. März 1956 einigte man sich und kaufte die Fahne für DM 100,-
Als Dank für die Zustimmung wurden die fünf Berger“ zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Im Übernahmeprotokoll heißt es: „Die Fahne des Schießvereins Bergeslust wird als Traditionsfahne an den Schützenverein Almena von 1885 übergeben“.
Fahnenübergabe auf Strunk’s Saal. Links die ehemaligen Mitglieder des Schießverein „Bergeslust“ e.V. und rechts die des „Schützenverein Almena von 1885″.

Die Fahne zeigt auf der einen Seite den Namenszug Schießverein Bergeslust * 1925 * Almena E.V. * 1930*
mit der Lippischen Rose

und auf der anderen Seite ein der damaligen Zeit stilgerechtes Emblem mit dem Spruch:
Sicheres Auge, ruhiges Blut,
Sind des Schützen böcbstes Gut.

1957 fand das nächste Schützenfest statt. Neuer König wurde der Architekt Willi Fasse. Zur Königin nahm er Elfriede Meier.

Stolz präsentiert Willi Fasse, getragen auf den Schultern seiner Kameraden, die Scheibe mit seinem Königsschuß.
Die uniformierten Schützen von links:
Wilhelm Oppermann, Herbert Marzinzek, Heinz Korf, Paul Daniel, Heinz Feil, Oberst Rudolf Rickmeier, Manfred Bertram, Josef Sanders, Willi Fasse, Günther Korf, Gerhard Stach, Kurt Haverich, Karl Huxol und in zivil daneben Rudolf Bünte.

Abholung der Königin Elfriede I. auf dem Hof Meier in Bistrup Nr. 3
Vorne links Oberst Rudolf Rickmeier, ganz rechts der Hüter des Gesetzes „Schorse“ Arndt. Mitte: Elfriede I. und Willi I.
daneben der scheidende König Theo I .

Hauptmann Heinz Feil hoch zu Roß führt den Festumzug zum Festzelt auf Wehrmann’s Wiese. (heute Siedlung am Siekbach)

Aufstellung zur Königsparade vor dem Festzelt
Links die Fahnenabordnungen aller örtlichen Vereine und daneben in Reih‘ und Glied die Almenaer Schützen mit den eigens zu diesem Fest noch angeschafften Holzgewehren, deren Lauf mit einer Rose geschmückt ist.
Die Fahnenträger sind sich ihrer Ehre bewusst:

Rudolf Lehmeier, Manfred Bertram, Heini Gräbe.
Dahinter die Fahnen des TUS, des MGV und des Zieglervereins.
Im September 1958 verstirbt Oberst Rudolf Rickmeier. – Zu seinem Nachfolger wird der Zahnarzt Heinz Feil gewählt.
Ende 1958 erfolgte die Gründung eines vereinseigenen Spielmannszuges unter der Leitung von Manfred
Bertram. Um den Flötentönen und den Trommelwirbeln den nötigen Schwung zu geben, spendierte der Vorstand am 1. Übungsabend, 24. Dez. 1958 auf Bröker’s Saal, Getränke aus der Vereinskasse für DM 24,30.
Nach zweijähriger Regentschaft von Willi I. übernahm im Jahre 1959 der Landwirt Albert I. Stock (Sandhöfe) das Amt des Königs. Seine Königin wurde die Frau des derzeitigen Oberst, Irene I. Feil.
War das ein langer Marsch!!!
Erst wurde das alte Königspaar von Bistrup Papenbruch abgeholt und dann ging es die Kirchstraße hoch, über den Almenaerberg nach Sandhöfen um König Albert abzuholen. Nach einer kleinen Erfrischungspause dann den Weg zurück ins Dorf.
Die 60iger Jahre
Das waren noch Zeiten. . . . .
Laut Kassenbeleg vom 31. Juli 1960 erfreute man den Vorkriegs-Oberst Wilhelm Bierhenke zu seinem 80. Geburtstag mit einem Blumenstrauß im Wert von sage und schreibe DREI Deutsche Mark. (Dafür gibt’s heute nicht einmal eine Rose).

Im Januar 1961, nach vorangegangener Generalversammlung, wurde erstmals in der Vereinsgeschichte Kameradschaftsabend gefeiert. Dazu war auch die holde Weiblichkeit eingeladen. Es wurde von Gustav Bünte für insgesamt DM 259,10 ein Kalb und Kartoffeln gekauft. Die Zubereitung des Essens in Paula Brökers Küche, sowie das Servieren, übernahmen einige Schützenfrauen. Diese kleine Vereinsfeier, an der selbstverständlich die Musik nicht fehlte (es spielte Klaus Schönwälder) und das Tanzbein kräftig geschwungen wurde, war der Auftakt zu den späteren Königsbällen und Familienfesten.
Der Spielmannszug in neuem Outfit.

Das nächste Schützenfest wurde 1961 gefeiert.
Neuer Schützenkönig wurde Klempnermeister Heinrich I. Brand; seine Königin Josepha I. (Sefi) Dubbert (derzeit bekannt als Kohlen-Dubbert). Dieses Königspaar regierte 3 Jahre.

(Josepha I . , Heinrich I. und Adjutant Heinz Korf)
Schon in der damaligen Zeit war es nicht ganz einfach, einen Festwirt zu finden, der bereit war, sich an den immensen Kosten des Zeltfestes in angemessenem Rahmen finanziell zu beteiligen. Man feierte deshalb, bis heute wohl einmalig, das Schützenfest nicht im Zelt, sondern auf beiden in Almena zur Verfügung stehenden Sälen (Bröker und Lindenkrug). Die Königsproklamation fand auf dem Schulhof statt.

Seit März 1963 ist der Verein Mitglied im Deutschen Schützenbund.
1964 errang Heinz Süllwold die Königswürde. Als Königin erkor er Rosa Dubbert.

Rosa I. und Heinz I. – Beim Umzug durch das prächtig geschmückte Dorf gab es vor dem Vereinslokal Gasthaus Korf zur Begrüßung einen Stiefel Bier.
Das Festzelt stand diesmal auf dem abgeernteten Stoppelfeld, hinter Strunks Hof, in Papenbruch (jetzt Siedlung Oberschlesienweg). Es war eine fast unerträgliche Hitze. Wohl aus Sicherheitsgründen aber auch, um auf dem Zelt eine angenehmere Atmosphäre zu erlangen, wurde das Zeltdach von der Almenaer Feuerwehr mit Wasser bespritzt.
Von den turnusmäßig geplanten 2 Jahre Regentschaft wurden schließlich 4 lange Jahre (1964 -1968). Der Grund für diese außergewöhnlich lange Regierungszeit war, dass der Schützenverein sein Traditionsfest 1966 zu Gunsten des 100-jährigen Jubiläumsfestes des MGV Eintracht Almena und im darauf folgenden Jahr zu Gunsten der Freiwilligen Feuerwehr Almena, die austragender Verein des Feuerwehrverbandsfestes in Almena war, zu verschieben. (Zu dieser Zeit gab es eine Vereinbarung zwischen allen Almenaer Vereinen, in Almena jährlich nur 1 Zeltfest zu feiern und dem jeweiligen Jubiläumsverein den Vortritt zu lassen.)
Die Sportschützen unseres Vereins sind äußerst aktiv und zielsicher. So berichtet die Tageszeitung am 16. Dezember 1965:
1966 wurde erstmals im Schützenkreis Lippe ein Kreisschützenkönig ermittelt. Geschossen wurde mit Kleinkalibergewehr auf der Schießanlage der Schützengesellschaft Detmold am Falkenkrug. In dieser Disziplin zwar unerfahren, aber genauso unerschrocken, trat der amtierende Schützenkönig Heinz I. Süllwold, in Begleitung seines Adjutanten Gerhard Stach und einem vom Schützenverein Krankenhagen ausgeliehenen KK-Gewehr, an. Mit beachtlichen 48 Ring errang er im Wettstreit mit 25 weiteren Lippischen Schützenkönigen den Titel Vize-Kreis-Schützenkönig.

(Siegerehrung in Detmold)
Am 16. Mai 1967 erfolgte beim Amtsgericht in Alverdissen der Eintrag, mit einer neuen Satzung, ins Vereinsregister unter dem Namen:
Schützenverein Almena von 1885 e.V.
Die unter S 2 gelobten Aufgaben und Ziele:
1. Über alle Standes-, Klassen, Partei und Bekenntnisgrenzen hinweg den Gemeinschaftsgedanken in der Gemeinde zu verwirklichen,
2. Altes heimisches Brauchtum und Geselligkeit zur Erfüllung eines gesunden Volkstums zu pflegen,
3. Die Liebe und Treue zur Heimat und die Eintracht in der Gemeinde zu fördern und zu festigen,
4. Zur Unterhaltung und Erbauung seiner Mitglieder sportliche Betätigung, insbesondere das Schießen, im Sinne früheren Brauchtums zu üben.

König Heinz I. und Königin Rosa I.
Festumzug 1968

König Heinz Süllwold bei seiner letzten Amtshandlung als König beim Schützenfest
1968: Ordensverleihung an verdiente Gefolgsleute und Dank an alle Vereinsmitglieder und Almenaer Bürger für Wohlwollen und Huldigungen in den vergangenen vier Jahren.

Ein Relikt vom Schützenfest 1968. selbstverständlich mussten auch Könige Eintritt zahlen

1968 gab abermals einer der aktivsten Schützen vom Almenaer Berg beim Königsschießen den besten Schuss ab. Es war Manfred Bertram. Er brach dann auch das Tabu, welches bisher im Schützenverein galt, indem er seine eigene Frau zur Königin nahm. Somit regierten jetzt Manfred I. und Elsbeth I. Bertram.
Auch er stellte seine Treffsicherheit beim Kreiskönigsschießen in Detmold unter Beweis und errang als zweiter Almenaer Schützenkönig den Titel Vize-Kreisschützenkönig.
Um die eifrigen Jungschützen noch mehr in das Vereinsleben einzubeziehen, gab es 1968 erstmals auch ein Jungschützenkönigspaar:

König Rüdiger Brand und Königin Christine König.
Die Ausübung des Schießsportes auf „Brökers Saal“, inzwischen „Wächter“, wurde immer beschwerlicher. Der Discobetrieb auf dem Saal am Wochenende machte einen wöchentlichen Auf- und Abbau der Schießanlage erforderlich. So sahen sich die Schützen gezwungen, sich nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Aber WO?
Ende 1968 kam der ,Fingerzeig“: Auf dem Breidingsberg, im Keller unter der Kegelbahn, wurde ein Raum angeboten, der die idealen Abmessungen für 4 Schießbahnen hatte.
Schnell war man sich mit Waldemar und Hannelore Dißmeier einig. Man baute den Schießstand, unter Berücksichtigung aller entsprechenden Vorschriften, zügig aus, so dass den Schützen ab 1970 4 Schiessbahnen, die sowohl für das Schießen mit Luftgewehr als auch mit Luftpistole zugelassen sind, zur Verfügung stehen.
Wenn die Schützen, dank ihres sportlichen Ehrgeizes, bisher schon gute Platzierungen, Ehrungen und Auszeichnungen auf Vereins- und Kreis- ebene errungen hatten, konnten sie ihre Leistungen durch die jetzt besseren Trainingsmöglichkeiten noch steigern.
Neben den sportlichen Aktivitäten sind aber auch besonders die sozialen Engagements des Vereins zu erwähnen.
So zum Beispiel wiederholte Spenden an die Aktion Sorgenkind.
Urkunde

Der im Jahre 1958 vom Schützenverein gegründete Spielmannszug trennte sich im Jahre 1970 vom Verein
und machte sich selbständig. Jetzt unter dem Namen Blau-Weiß Almena.
Die 70iger Jahre
1970 gelingt es dem amtierenden Oberst (Zahnarzt) Heinz Feil, die Königswürde zu erringen. Er fungiert somit als Oberst u. König Heinz II. Zur Königin wählt er Erika I. Beerbohm. Heinz II. ist der erste König, der auf dem neuen Luftgewehrschießstand auf dem Breidingsberg ermittelt wird.
Bester Jungschütze beim diesjährigen Königsschießen war Dieter Süllwold. Zur Königin nahm er Petra Schröder. Königsadjutant wurde Bruder Detlef Süllwold.

Leider hatten die Almenaer Schützen ihr Fest wieder mal ohne Absprache mit dem Wettergott Petrus gemacht. Es regnete wie aus Kübeln. Der mit großem Einsatz vorbereitete Umzug, mit den liebevoll geschmückten Königskutschen, konnte nicht gestartet werden. Der Stimmung auf dem Festzelt konnte das jedoch nicht schaden. Schließlich hatte der Festwirt gut vorgesorgt, um den Kummer zu ersäufen.
Die vorgesehene Regentschaft von zwei Jahren, auf die sich König Heinz II. so sehr gefreut hatte, war ihm nicht vergönnt. Er starb bereits im Jahr 1971. Für die verbleibende Zeit, bis zum nächsten Schützenfest, übernahm der Ehemann der Königin, Gastwirt Horst Beerbohm zu den ehelichen nun auch die königlichen Verpflichtungen.

(Erika u. Horst Beerbohm)
An der Jahreshauptversammlung 1972 wurde, für den im vergangenen Jahr verstorbenen Oberst Heinz Feil, Heinrich Meier als Nachfolger gewählt.
1972 reihte sich wieder einmal ein Schützenbruder vom Almenaer Berg ein in die Reihe der Schützenkönige. Es war Heinrich II. Gräbe (genannt Heini). In die Vereinsgeschichte eingegangen als ,Heinrich der Lustige“. Zur Königin nahm er seine Ehefrau Linda I.


(Heinrich II. und Linda I.)
In diesem Jahr hieß der Jungschützenkönig: Ralf Wilde. Seine Königin: Jutta Lehmeier.
Das oft schlechte Wetter bei den Schützenmärschen anlässlich der Schützenfeste, insbesondere bei befreundeten Vereinen (Bösingfeld, Rinteln, Krankenhagen, Möllenbeck, Friedrichswald, Silixen, Hohenrode und allen örtlichen Almenaer Vereinen) hatte der Vereinsfahne nicht gut getan. Gutachter rieten von einer Restaurierung des kostbaren und äußerst empfindlichen Seidenstoffes ab. Um diese Fahne nicht weiter zu strapazieren und sie der Nachwelt zu erhalten, wurde bereits an der Generalversammlung am 26. Febr. 1972 beschlossen, eine neue Fahne anfertigen zu lassen. Die ersten Spenden dafür wurden gesammelt.
Der Vorstand einigte sich darauf, die eine Seite der Fahne mit dem Spruch der alten Fahne und dazu die Embleme der Gemeinde Extertal und der Gemeinde Almena sowie der Jahreszahl 1973 und die andere Seite mit der Lippischen Rose, sowie dem Vereinsnamen Schützenverein Almena von 1885 auszuschmücken.
Die neue Fahne wurde, nachdem verschiedene Angebote eingeholt wurden, zum Preis von DM 2.000,bei der Fahnenfabrik Dreyer in Hildesheim bestellt.
Im Oktober war es dann soweit: Den Almenaer Schützen weht jetzt eine neue Vereinsfahne voran.
Weihe am Sonnabend, 20. Oktober 1973 im „Lindenkrug“ durch den Kreisvorsitzenden Otto Beckmann.
Diese Feier ist eine der denkwürdigsten unserer Vereinsgeschichte. Im Rahmen des jährlichen Königsballes wurde auch die neue Fahne geweiht. Sie ist der Ersatz für das alte, von den „BergeslustSchützen“ übernommene Banner, das im Laufe der vielen Jahre, besonders aber in seinem Versteck in den ersten Nachkriegsjahren, gelitten hat und der Auflösung nahe ist.
War das ein Augenblick im Saale des „Lindenkrugs“, als in ihren schmucken Uniformen die „Landsknechte“ des Fanfarenzugs der Schützengemeinschaft Brake einrückten, sich in mehreren Reihen postierten und dann ihre Instrumente traktierten, als gelte es, das Saalgemäuer zum Zittern zu bringen.
Ein würdiger Moment, als mit drei Fahnen voraus die noch eingerollte neue Fahne hereingetragen und dann vom Vorsitzenden des Kreisschützenbundes Lippe, Otto Beckmann, mit den Abordnungen des TUS Almena (mit dem Vorsitzenden Rudolf Wehrmann) und der Schützen-gesellschaft Bösingfeld (mit dem Vorsitzenden Kurt Brakemeier) entrollt und der Fahnenabordnung der Almenaer Schützen, (deren 1. Fahnen-Offizier war Rudolf Lehmeier), übergeben wurde.
Namens der Gemeinde Extertal entbot Bürgermeister Heinrich Senke Grüße und Glückwunsche. Oberst Heini Meier hatte die Stellung des Hofmarschalls übernommen und Vorsitzender Rudolf Bünte musste sich anstrengen, wenn er in seiner Begrüßung keinen der zahlreichen Ehrengäste vergessen wollte.
Da saßen in der „Majestäten-Loge“ König Heinrich II und Königin Linda I Gräbe mit dem JugendKönigspaar Ralf Wilde und Jutta Lehmeier samt Hofstaat. Unweit thronten die Bösingfelder Majestäten Heinrich Grönewald und Magrit Krüger sowie Oberst Kurt Brakemeier.

Die NEUE Fahne:


Die Lippische Landeszeitung berichtet am 21. Dez. 1973:


Die in den vergangenen Jahren turnusmäßig jeweils in den Jahren, in denen in Almena kein Schützenfest stattfand, gefeierten Königsbälle, hatten nicht mehr den erhofften Zuspruch. Man feierte dennoch und nannte das Fest nunmehr „Familienabend“. Und siehe da, alle fühlten sich angesprochen und feierten mit.
Es wurden vorab alle Mitglieder persönlich eingeladen, um einen Überblick für das zu bestellende Abendessen zu bekommen. Man glaubt es kaum, aber es gab sogar eigens durch den Vorstand bestellte „Vorkoster“. So wurde im Protokoll der Vorstandssitzung vom 20. 11. 1974 festgehalten:
Die Schützenkameraden G. Korf, H. Brand, E. Thermann und M. Bertram werden damit beauftragt, am 22. 11. 74 ein Probeessen von „Kalten Platten“ vorzunehmen und anschließend zu bestimmen, welche Platte dann am Familienabend gereicht werden so/l.
Eine Tombola, die mit, von Vereinsmitgliedern und Almenaer Geschäftsleuten gespendeten, Preisen bestückt war, diente dazu, den Eintrittspreis für den Familienabend möglichst gering zu halten.
Es gab aber nicht nur zu essen und zu gewinnen. Es gab auch humoristische Einlagen, eine Filmvorführung . . …und genügend zu trinken.
Diese Art des Feierns traf voll ins Schwarze und wird seither in ähnlicher Weise jährlich im Januar wiederholt.
Fröhliche Gesichter beim Königsschießen 1974:

Frisörmeister Günther Korf übernahm die Repräsentanz als König Günther I. An seiner Seite Erna I. Thermann.
Das Schützenfest, sonst immer im Zelt innerhalb des Ortes gefeiert, fand diesmal auf dem Gelände des Bahnhofs Almena-Rickbruch statt. Und zwar wurde die Halle des Schützenkameraden Heinrich Dubbert für dieses Fest gemietet und zusätzlich ein Zelt davor aufgebaut. Es war ein Fest, das an Stimmung und Gaudi wohl kaum zu überbieten ist. Als Tanzkapelle war wieder einmal die seit Jahren bekannte und beliebte Blaskapelle Karlheinz Raupach (bekannt als Wesertal-Orchester) verpflichtet, die ein Garant für zünftige, schmissige Musik ist. Am letzten Festtag hatte der Festwirt Heini

Meier noch als zusätzliche Blaskapelle die „Goldbachtaler“ engagiert. Diese zwei Kapellen lösten sich gegenseitig ab, so dass regelrecht ein „Wettstreit nach Noten“ angesagt war.

Vier edle Rappen ziehen die prächtig Geschmückte, weiße Königskutsche.
Der Kampf um die Königswürde bei den Jungschützen glich einem Krimi und war mehr als spannend. Bernd Dißmeier und Sabine Süllwold waren selbst nach dreimaligem Stechen ringgleich. Schießsportleiter Gerhard Stach hatte schließlich ein Einsehen. Er ließ beide zum Jungschützenkönigs-Paar 1974 ausrufen als König Bernd und Königin Sabine als gleichwertiges Paar mit „Gewaltenteilung“.

Das Jungschützen-Königspaar mit Adjutantenpaar
Heike Dißmeier und Ralf Dißmeier in ihrer, ebenfalls prächtig geschmückten Königskutsche.
(vor dem Hause Behr in der Färbe).

Auf Dißmeiers Hof wurde der Festwagen der Schützen gebastelt und geschmückt.

Natürlich fehlte auch beim diesjährigen
Schützenfestumzug nicht die Freiwillig Feuerwehr Almena mit ihrer historischen alten „Sprütze“.

Die Schützen haben sich nach dem anstrengenden Festumzug auf dem Festzelt um ihren König Günther versammelt und sind fröhlich eingestimmt, um das Fest zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

Dieses Foto erinnert an eine Busfahrt zur Benediktinerabtei Corvey bei Höxter.
Für die in früheren Jahren jährlich, mit viel Spaß und Freude, durchgeführte Tages-Busfahrt (siehe Bild oben) wird seit 1975 traditionell am 1. Mai rund um das heimische Almena gewandert. Rund hundert Teilnehmer, bestehend aus Mitgliedern und Freunden aller Altersklassen, mit Kind und Kegel, finden sich zu dieser Veranstaltung ein.

Am 1. Mai 1975 im „Vogelsang“.
An der Jahreshauptversammlung, am 6.2.1976, wurde der bisherige Stellvertreter des Oberst, Manfred Bertram zum Oberst und Erich Thermann zum 1. Schriftführer (Geschäftsführer) gewählt.
Anlässlich der Wanderung am 1. Mai 1976 wurden erstmals Mitglieder weiblichen Geschlechtes in den Schützenverein aufgenommen.
Es waren keine „neuen“ Gesichter, sondern SchützenEhefrauen, die sich bereits seit langen Jahren treu und brav, wenn auch passiv, in das Vereinsgeschehen eingebracht hatten.
Es waren: Elsbeth Bertram, Helga Kölling, Christel Korf, Ingrid Süllwold, Erna Thermann.
1976 holte sich, nach zweijähriger Abstinenz, wieder ein Schütze vom Almenaerberg die Königswürde. Es war Werner Kölling. Zur Königin nahm er Irene Kortemeier (Frau des damaligen Hofschneiders).

Irene I. und Werner I .

König Werner I. mit Gefolge und der Jungschützenthron haben im Bükerfeld Aufstellung genommen zur Abnahme der Königsparade.
Das diesjährige Jungschützen-Königspaar war Ralf Kröner und Elvira Bünte.

Auf dem Sportplatz
Der Sportplatz in Almena eignet sich mit seiner Kulisse hervorragend für den Empfang und die Aufstellung der zahlreichen Gastvereine. Es ist immer wieder ein faszinierendes Bild, wenn die Marschgruppen der befreundeten Schützenvereine, der örtlichen Vereine der vielen Musikzüge in den verschiedenen, farbenprächtigen Uniformen und erst recht unsere Schützenfrauen in ihrem anmutigen grün-weiß und unsere eigenen Schützen in ihrer schmucken Uniform Aufstellung genommen haben, um das Königshaus zu empfangen.
Zuschauer aus dem ganzen Extertal und darüber hinaus lassen sich diesen Festakt nicht entgehen.

Eigens zu diesem Schützenfest wurde ein großer Festwagen angefertigt. Der Sponsor, der die Fertigungskosten bei den Almenaer Handwerkern bezahlt hat, hat sich bis heute nicht zu erkennen gegeben. Es war offensichtlich ein Schützenkamerad, der die Vereinskasse nicht belasten und dem Verein etwas Gutes tun wollte. Die Beschriftung des Wagens, mit aktuellen „Vereinsnachrichten“, wurde von unserem vereinseigenen Kunstmaler Fritz Abel vorgenommen.
Heini Dubbert gestaltet den Festumzug, ganz originell auf seine Weise, mit einem Museums-Traktor. Sein „Bordmechaniker“, mit der „Ölkanne“ in der Hand, begleitet das Gefährt. Die Fahrgäste auf dem Wagen sind durch den großen Schirm vor einem Sonnenstich geschützt und fühlen sich offensichtlich sehr wohl.


König Werner I. Kölling hat alle Mitglieder des Schützenvereins zum Aufhängen der Königsscheibe an seinem Haus auf dem Almenaer Berg eingeladen.
Wie man sieht, sind viele der Einladung gefolgt. Selbst Petrus schickte sonniges Wetter.
Und so manche, bisher passive Dame, wurde an diesem Tage als ordentliches Mitglied in den Schützenverein Almena aufgenommen.
Vereinsabzeichen
Viele befreundete Vereine hatten ein Vereinsabzeichen. Die Almenaer Schützen tragen, wie es die Vereinsstatuten fordern: Grünen Hut, grüne Uniformjacke, schwarze Hose, weißes Hemd, grüne Krawatte. Es fehlte also nur noch ein Vereinsabzeichen. In Katalogen wurden solche vielfältig angeboten. Mehr oder minder schön — alles so 0-8-15. Heinz Süllwold ließ seinen Gedanken freien Lauf und entwarf, in dezent leuchtenden Farben, das Wappen des Schützenvereins Almena.

Er vereinigte in diesem Emblem: Den Namen Schützenverein Almena von 1885 e.V., das Wappen der Gemeinde Extertal, das Wappen der früheren Gemeinde Almena (Juwel) und als Schützensymbol gekreuzte Gewehre.
Dieser Entwurf wurde der Generalversammlung am 28.2.1977 vorgestellt.
Das Wappen fand uneingeschränkte Zustimmung. Es wurde beschlossen, dieses Abzeichen sowohl als Anstecknadel als auch als Ärmel-Emblem anfertigen zu lassen.
Erfreulicherweise konnte der Verein jährlich immer wieder neue Mitglieder gewinnen, die mit viel Spaß und Euphorie sowohl am geselligen als auch am sportlichen Vereinsgeschehen teilhaben möchten.
Der Almenaer Schützenverein ist ein sehr lebendiger Seine Strukturen sind vielseitig. Seine Ziele ruhen auf drei Säulen:
SPORT – GESELLIGKEIT – TRADITION
Beim Volkswandertag in Silixen stellte der Schützenverein Almena wiederholt die größte teilnehmende Wandergruppe und wurde dafür vom 1. Vorsitzenden des TSV Silixen, Kurt Dähre, mit einem Pokal geehrt.

Siegerehrung von links: Stellv. Bürgermeister Rudolf Wallenstein, Heinz Schäfer, Heinz Süllwold, Elsbeth u. Manfred Bertram, Veronika Türck, Ingrid Süllwold, Kurt Dähre und Hartmut Türck.
Außer den traditionellen Schützenfesten, die alle zwei Jahre stattfinden, ist der alljährliche Familienabend der gesellschaftliche Höhepunkt. Ein zünftiges Familienfest, wie schon der Name dieser Veranstaltung sagt.
Es geht dabei sehr „schützenfamiliär“ zu. Nach dem Einzug der Königshäuser und deren Begrüßung durch den Vereins-Vorsitzenden wird ein gemeinsames warmes Essen serviert. Es folgt der Verkauf von Losen für eine stets reichhaltige Tombola. Eine hervorragende Kapelle sorgt für flotte Tänze, Harmonie und Stimmung.
Höhepunkt der Veranstaltung ist jeweils der Auftritt der Almenaer Schützendamen, die es immer wieder verstehen, mit ihren in wochenlanger Vorbereitung einstudierten Darbietungen, die Festteilnehmer zu begeistern.

War das eine Gaudi!
Die aktiven Jungschützen des Schützenvereins Almena unternahmen, unter der Obhut des Jugendwartes Walter Wilde, bei hochsommerlichen Temperaturen eine „Schlittenfahrt“ im wahrsten Sinne des Wortes.
Die 20 Jungen und Mädchen wurden in Personenkraftwagen zunächst nach Riesenbeck im Tecklenburger Land gefahren. Hier traten sie zu einem Vergleichsschießen an. Die gestifteten Pokale errangen Sabine Süllwold (Jugend), Ralf Dissmeier (Schüler A) und Andreas Rohn (Schüler B).
Nächstes Ziel waren die „Dörenter Klippen“. Nach einem Picknick im Freien tobten sich erst einmal alle aus. Das Programm umfasste unter anderem Bergsteigen, Wandern, Tretbootfahren (selbst Oberst Manfred Bertram traute sich in ein kleines Kindertretboot – und bestand den Bootsführerschein) und der ein oder andere ging dabei unfreiwillig baden.
Viel Freude gab es auf der Sommerrodelbahn in Ibbenbüren. Obgleich das Rodeln wohl der Höhepunkt dieses Ausfluges war, fand dennoch auch der angrenzende Märchenwald mit seiner einmaligen Gestaltung bei allen Teilnehmern reges Interesse.

1978: Auf, auf… zum Königsschießen auf den Breidingsberg.
Allerdings ließen Oberst Manfred Bertram und seine Frau Elsbeth es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die wackeren Schützen nach dem anstrengenden Marsch auf den Berg, zu einer kurzen Verschnaufpause bei einer Flasche Bier einzuladen. So gestärkt, ging es weiter zum Schießstand.
Beim diesjährigen Königsschießen erwies sich Erich Löschke als bester Schütze und errang die Königswürde. Zu seiner Königin erkor er Elli Nolting.

Elli I. und Erich I. Dahinter die Adjutantenpaare Emil Lehmeier mit Hofdame Auguste Nolte, Gerhard und (verdeckt) Margarete Stach.

Das strahlende Königspaar Elli I. und Erich I. mit Hofdame Margarete Stach in der prächtig geschmückten Königs-Kutsche beim Festumzug.
Um den Titel Jungschützenkönig bewarb sich erfolgreich Ralf Dißmeier. Zu seiner Königin nahm er seine Kusine Heike Dißmeier, vom Schneppel.
Heinz Dißmeier vom Schneppel wird am 26. Juli 1978 „FÜNFZIG“ und hat die Schützen eingeladen, um dieses Jubiläum mit ihnen gemeinsam auf seinem Hof zu feiern.

Wie man sieht, haben seine Schützenschwestern und Brüder nicht nur Geschenke, sondern allerbeste Laune und schönes Wetter mitgebracht.
Gerhard Stach, einer der dienstältesten Akteure im Verein, legt sein seit 25 Jahren stets mit größter Pflichterfüllung geleitetes Amt als Vereins-Sportleiter aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Der 1. Vorsitzende Rudolf Bünte würdigt seine verdienstvolle Tätigkeit für den Verein mit Worten des Dankes und überreicht ihm einen Zinnteller.

Nachfolger von Gerhard Stach wird Hartmut Türck. Dessen Frau Veronika wird Jugendwartin. Beide sind seit vielen Jahren aktive Mitglieder – und gute, zuverlässige Sportschützen.
Da die Zahl der weiblichen Mitglieder in den letzten Jahren erfreulich zugenommen hat, ist es durchaus verständlich, dass diese ihre Interessen vertreten wissen und bei der einen oder anderen Angelegenheit ein Wörtchen mitreden möchten.
Somit stand ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung: Wahl einer Damenwartin. Aus dieser Wahl ging Annemarie Bünte hervor. Sie wurde die erste Damenwartin im Schützenverein Almena.
Damit hielten erstmals Frauen Einzug in den erweiterten Vorstand. Die erfreulichste Feststellung an dieser Generalversammlung:
Die Mitgliederzahl stieg im vergangenen Jahr um über 25 %.
Anlässlich des Familienfestes am 13. Januar 1979 auf dem Saal im „Lindenkrug“ wurden vier anwesende Mitglieder der „ersten Stunde nach der
Wiederbegründung des Vereins“ mit einer Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Almena geehrt:

Rudolf Lehmeier, Günter Korf, Heinz Korf und Heinz Dißmeier.
11. März 1979:

Auf dem Luftgewehrstand wurden die diesjährigen Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Wie man sieht, auch unter großer Beteiligung der Jungschützen.
Jung und alt finden sich in Eintracht und Harmonie zusammen und warten gespannt auf ihre Schießergebnisse. Jeder hofft, in seiner Klasse der Beste zu sein.
Die 80iger Jahre
1980 zeigte dann der Sohn des 1. Vorsitzenden, dass er „königliches Blut“ in den Adern und beim Bund auch das gezielte Schießen gelernt hatte. Zum Ende des Königsschießens hieß der neue König: Rudolf II. (Genannt Rudi) Bünte jun. Seine Königin wurde (die Tochter aus der „königlichen“ Familie Feil) Bärbel I. Feil.

Das neue Königspaar nach der Inthronisierung durch Oberst Bertram.
Um die Jungschützenkönigswürde wurde es wieder spannend. Schließlich verwies Simone Schäfer die männliche Jugend auf die Plätze. Zum Prinzgemahl nahm sie Andreas Rohn.

In den letzten Jahren hat die Zahl der weiblichen Mitglieder stark zugenommen. Es ist verständlich, dass sich die Schützendamen auch in Szene setzen wollten. Sie sammelten sich und heraus kam: Eine Damenwartin namens Gabi Requardt. Eine Abstimmung ergab: einheitlicher Auftritt ja, Uniform nein. Die Kosten sollten so gering wie möglich gehalten werden. Ein gewichtiger Anlass für diesen Schritt war das bevorstehende 100-jährige Jubiläum des Vereins. Man beschloss, in schwarz-weiß-grün am Jubiläumsumzug teilzunehmen. Weiße Bluse, schwarzen Rock, grüne Weste, weiße Schürze und eine weiße Haube, die nach einem aus dem Museum in Hildesheim ausgeliehenen Original angefertigt werden musste. Die Finanzierung war ein Problem, das allerdings schnell gelöst wurde. Die Damen übernahmen die kulinarische Versorgung der Gäste während der Sportwerbewoche anlässlich der Einweihung des neuen Schießstandes. Den erwirtschafteten Überschuss durften sie als Grundstock für die anzuschaffende Tracht behalten.
Speziell für die jüngeren Mitglieder finden Aktionen, wie zum Beispiel Tagesausflüge („Fort Fan“, SafariPark in Stukenbrock, Heidepark Soltau, Eislaufen in der Eissporthalle Herford), statt.
Und alle, die am Schieß-Sport Spaß haben, treffen sich auf dem Schießstand zum Training, zu vereinsinternen Wettkämpfen, Pokalschießen. Und die ganz Aktiven selbstverständlich zu Wettkämpfen auf Kreis- und Bezirksebene.
Hier einige beachtenswerte Ergebnisse:
Damenmannschaft (Elke Hannover, Sabine Süllwold, Veronika Türck) in der Disziplin Luftgewehr freihand,
1981 : Aufstieg in die Bezirksliga.
1982: Vize-Kreismeister
1983: Kreismeister
1984: Kreismeister und Aufstieg in die Landesliga.

Sportleiter Hartmut Türck, Sabine Süllwold,
Veronika Türck, 1. Vorsitzender Rudolf Bünte, Elke Hannover.

Stolz präsentiert der 1. Vorsitzende Rudolf Bünte die erfolgreiche Damenmannschaft der Presse bei der offiziellen Gratulation zum Aufstieg in die Landesliga und verbindet dieses mit herzlicher Gratulation zum Aufstieg in die Landesliga.
Aber damit nicht genug. Die ehrgeizigen Schützen möchten jetzt noch eine KleinkaliberSchießsportanlage haben. Zunächst fehlte dazu ein geeignetes Gelände. Als dieses dann am Breidingsberg in Aussicht gestellt wurde, fehlten die erforderlichen Gelder, um den Wunsch in die Tat umzusetzen. Die seinerzeit bewilligte Baugenehmigung verfiel. Der Verein wurde in den folgenden Jahren zahlenmäßig stärker, so dass die wiederum vorgetragenen Wünsche nach dem Bau einer solchen Anlage wohl zuerst skeptisch, dann aber doch voller Tatendrang realisiert wurden.
Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1981 wurde einstimmig beschlossen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Die Planung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand dem Architekten Herbert Wehrmann übertragen. Zeitraubenden, jedoch fast reibungslosen behördlichen Verhandlungen folgte dann auch schon im März 1982 die Baugenehmigung.
Im Juli 1982 wurde ein Pachtvertrag mit den Eheleuten Dißmeier geschlossen. Das Ziel war: die Anlage bis zum 100jährigen Jubiläum des Vereins fertig zu stellen. Da die finanziellen Mittel sehr knapp waren, stand von Anfang an fest, dass das Bauvorhaben, sollte es gelingen, in völliger Eigenleistung erstellt werden musste. Es wurde daher ohne Umschweife sofort mit den Bauarbeiten begonnen.
Der Aufruf, jede freie Stunde zum Wohle des Vereins dem Standneubau zu widmen, galt allen Mitgliedern. Viele folgten diesem Aufruf.

Unermüdlicher, arbeitsfreudiger Einsatz und dazu noch herrliches Wetter über die gesamte Bauzeit, ließen das Werk, unter Leitung von Heinz Süllwold, assistiert von Hartmut Türck, zusehends wachsen.

Die ersten Steine sind aufeinandergesetzt
Vorne Rudolf Lehmeier, Heinz Süllwold, Hartmut Türck
Alle Arbeiten, für alle Mitglieder doch recht ungewohnt und berufsfremd, wurden mit Humor und stets guter Laune verrichtet. Konnte man doch über so manchen Witz, der sich aus dem Arbeitsablauf ergab, herzlich lachen.
Die Arbeiten erstreckten sich über Bäume fällen, Büsche roden, Ausschachten, Steine brechen, Betonieren, Mauern, Verputzen, Dachdecken, Einzäunen, Holzvertäfeln, Fußbodenlegen, Treppenbau; kurzum alles, was zur Errichtung eines Bauwerks erforderlich ist.
Die Mitglieder haben hier in echter Eigenleistung GROSSES geschaffen!
Leider wurde eine Beteiligung unseres Vereins an der Ausschreibung „Sportförderpreis für Eigenleistungen“ vom Kreissportbund Lippe e.V. abschlägig beschieden. – Schade!
Nicht weniger als 5000 Arbeitsstunden waren erforderlich, um die Sportanlage fertig zu stellen.
Es wurden 1500 cbm Erdboden bewegt, 400 t Beton- bzw. Mauerwerk hergestellt, 120 t Füllsand eingebracht, Baustahl verarbeitet usw.
Die vom Kreisbauamt für die Gebührenberechnung ermittelte Summe der Rohbaukosten in Höhe von DM 214.530,– konnte, nach Zuschüssen (Gemeinde Extertal DM 20.000 u. Landes-Sportbund DM 3.000), dank der enormen Eigenleistung der fleißigen Mitglieder, auf ca. DM 58.000,– gesenkt werden. Ein Beweis, dass die Kameradschaft im wahrsten Sinne Bäume versetzen kann und die Einigkeit und das Füreinander im Schützenverein Almena praktiziert wird.
Beim Königsschießen 1982 stand von vornherein fest, dass der neue König für drei Jahre den Thron besteigen muss. Der Grund war das 100-jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1985. Mit diesem Ziel vor Augen, gab Heinz Korf seinen besten Schuss ab. Seine Wahl der Königin fiel auf Hilka Hannover.

(Das strahlende Königspaar Hilka I. und Heinz III. )
Beim Schießen um den Jungschützenkönig gab in diesem Jahr der noch amtierende Prinzgemahl Andreas Rohn sein Bestes und revanchierte sich, indem er die vorjährige Königin Simone Schäfer für die nächsten drei Jahre als Königin bestimmte.
Unter dem Motto „Einigkeit macht stark!“ wurde die vorgesehene Bauzeit für den Schießstand von 3 Jahren um 1 Jahr verkürzt, so dass die Kleinkaliber-SportAnlage, die mit der modernsten Einrichtung ausgestattet ist, bereits am 18. August 1984 eingeweiht werden konnte.

Nach 2 Jahren Bauzeit ist das Werk vollbracht
Auf diesen Tag blicken alle mit besonderem Stolz zurück! Die, in dieser Form, erstellte Anlage fand von allen an der Einweihung geladenen Gästen sowie in der anschließenden Schieß-Werbewoche große Bewunderung.
Es war eine gelungene Veranstaltung, die durch die Musikfreunde Schwelentrup und durch die Jagdhornbläser aus Lübbecke verschönert wurde. Der 1. Vorsitzende des Kreissportbundes Fritz Winter, der Vorsitzende des Schützenkreises Lippe Friedrich Rehme und unser Bürgermeister Hermann Haack übernahmen die Festansprache.

Von links: Gemeinde-Sportverbands-Vors. Werner (Charly) Klemme, Bürgermstr. Hermann Haack, Gemeindedirektor Helbig, dahinter Linda u. Heini Gräbe, Rudolf Bünte, Ingrid u. Heinz Süllwold, Veronika u. Hartmut Türck.
Somit stehen den Schützen nunmehr folgende Schießmöglichkeiten zur Verfügung:
| 4 Bahnen Luftgewehr | 10 m Entfernung |
| 4 Bahnen Luftpistole | 10 m Entfernung |
| 4 Bahnen KK-Gewehr | 50 m Entfernung |
| 4 Bahnen KK-Pistole | 25 m Entfernung |
4 Bahnen Großkal.Pistole 25 m Entfernung
1 Bahn Duellpistole 25 m Entfernung
Die Leistungsgruppe besteht derzeit aus ca. 25-30 aktiven Schützen, die sich an Preis- und Pokalschießen befreundeter Vereine beteiligen und an Extertalmeisterschaften teilnehmen.
5 Mannschaften nehmen an den Rundenwettkämpfen im Luftgewehr freihand und Kleinkaliber 3-Stellungskampf teil, und zwar:
1 Mannschaft Schützenklasse LG in der 1. Kreisklasse Lippe
1 Mannschaft Schützenklasse LG in der 3. Kreisklasse Lippe
Mannschaft Damenklasse KK in der Landesliga Ostwestfalen
Mannschaften KK in der 1. Kreisklasse Lippe
Almenaer Schützinnen und Schützen sind seit Jahren auf den ersten Plätzen bei Extertal- und KreisMeisterschaften.

Die 1 . Mannschaft der Disziplin Luftgewehr freihand: von links:
Dieter Süllwold, Heinz Süllwold, Detlef Süllwold, Wolfgang Wachsmann.
Auch der Nachwuchs macht seinem Verein alle Ehre:
1986 Jugend-Kreismeister im 3-StellungsKampf Luftgewehr
1986 Schüler-Kreismeister, weiblich im Luftgewehr
Außerdem dreimal Sieger beim „10-Besten-Pokal“ der lippischen Schüler.
Die, anlässlich der Einweihung des neuen Schießstandes, durchgeführte Schieß-SportWerbewoche war ein großer Erfolg. An diesem Wettbewerb hatten sich sechs örtliche Vereine und sechs Gastschützenvereine (Bösingfeld, Humfeld, Istrup, Lemgo, Schwelentrup, Silixen) mit 18annschaften beteiligt. Insgesamt 133 Schützinnen und Schützen schossen mit. Die Almenaer Schützen und Schützenfrauen belegten hierbei viele der ersten Plätze; traten jedoch, wie es der Anstand erfordert, als Gastgeber außer Konkurrenz an.

(Heinrich Brand, Manfred Bertram, Rudolf Bünte, Heinz Süllwold, Werner Kölling, Erich Thermann)
Ehrung an der Jahreshauptversammlung 9. Febr. 1985:
Heinz Süllwold für 25 Jahre Schatzmeister, Werner Kölling für 25 Jahre Fahnenoffizier
Aber nicht nur die Sport-Schützinnen sind aktiv. ALLE Schützendamen sind das ganze Jahr über sehr rührig. Begonnen wird mit der Weiberfastnacht. An Einfallsreichtum fehlt es den Damen nicht und Stimmung und Humor sind bei ihnen keine Fremdwörter.

Es folgen Grillabende, Theaterfahrten, Bastel- und Informationsabende, Ausschmücken der Feste usw. Der jährliche Höhepunkt sind die Darbietungen an den Familienabenden.
1885 – 1985 100 Jahre Schützenverein Almena
In diesem Jahr hatte der Schützenverein Almena von 1885 e.V. allen Grund, ein Schützenfest größeren Ausmaßes zu feiern. Schließlich wurde er 100 Jahre alt.
Der Vorstand, allen voran Rudolf Bünte sen., immer noch 1. Vorsitzender, seit über 50 Jahren im Schützenverein, mit seiner Führungsmannschaft:
Günter Korf, seit 13 Jahren 2. Vorsitzender, Heinz Süllwold, seit 25 Jahren Schatzmeister, Erich Thermann, seit 10 Jahren Geschäftsführer, Manfred Bertram, seit 12 Jahren Oberst, haben die Planungen für dieses Fest seit über einem Jahr bis ins Detail vorbereitet.
Die Chance, Schützenkönig im 100. Jubiläumsjahr zu werden, wird wohl jedem Schützen nur einmal im Leben geboten. Das wusste auch der Vereinssportleiter Hartmut Türck. Vor der Abgabe seines Schusses auf die Königsscheibe rief er sich wohl den Spruch der Vereinsfahne ins Gedächtnis: „Sich ‚res Auge, ruhig Blut“. Offensichtlich ist da was Wahres dran, denn sein Schuss traf voll ins Schwarze. Königin wurde Inge Huxol.
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Inge I. und Hartmut I. – rechts Königs-Adju Klaus Huxol.
Wie in allen Jahren zuvor war bei den Jungschützen der Ehrgeiz, Jungschützen-König oder -Königin zu werden, wieder sehr groß.
Nach mehr als 3-stündigem Ringen und mehrfachem Stechen, ging Antje Radeck als Siegerin und somit als Jugendschützenkönigin hervor. Prinzgemahl wurde Uwe Tünnermann.
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Antje und Uwe
Das große Jubiläumsfest stand unter einem guten Stern. Es wurde bei „Glut-Hitze“ vom 24. – 27. Mai 1985 mit großem Erfolg gefeiert.

Der Vorstand im Jubilåurnsjahr
Sportleiter Hartmut Türck, I. Vorsitzender Rudolf Bünte sern; 2. Schriftführer Rudolf Bünte jun., 1. Schriftführer Erich Thermann, 1. Kassenwart Heinz Sullwold, 2. Kassenwart Heinrich Brand, Oberst Manfred Bertram (v.l.n.r.)
Der Vorstand im Jubiläumsjahr.
Rudolf Bünte wurde vom Kreisvorsitzenden des Schützen kreises Lippe, Friedrich Rehme, ausgezeichnet mit der höchsten Auszeichnung des Schützenkreises Lippe, der „Lippe-Plakette in Silber am rot-gelben Bande“Bereits am 12. September 1985 wurde Rudolf Bünte abermals geehrt. Diesmal anlässlich der Hauptversammlung des Bezirks Ostwestfalen-Lippe vom Westfälischen Schützenbund mit der „Kölner Medaille am schwarz-grünen Bande“.
Repräsentative Grußworte und Glückwünsche zum 100jährigen übermittelten:
Präsident Bernhard Rheinberg vom Westfälischen Schützenbund:
..Es spricht für die gute Führung, dass sich der Schützenverein Almena heute als eine so große Gemeinschaft darstellt. Entscheidend für diesen Erfolg war ganz sicher, dass Ihr Verein es verstanden hat, eine gute Mischung zwischen Traditionspflege sowie Sport und Jugendarbeit zu finden… „
Vorsitzender des Schützenbezirks Ostwestfalen-Lippe, Helmut Wellhöner:
..festste/len darf: Ihr Schützenverein mit seinem Erscheinungsbild ist auch bei Ihnen aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken! . . . „
Vorsitzender des Schützenkreises Lippe, Friedrich Rehme:
…Gerne denke ich an die Einweihung des neuen KKStandes im vorigen Jahr zurück, die ja auch eine große
Resonanz von Seiten der Bürgerschaft zeigte… „
Werner Klemme, Gemeinde-Sportverband Extertal:
„…Die Lebendigkeit und die Stärke dieses Vereins zeigt sich nicht nur in den Erfolgen auf vielen Veranstaltungen, sondern auch in der Begeisterung zur Durchsetzung von gemeinsamen Zielen innerhalb der Gemeinschaft…
Wir freuen uns, in dem Schützenverein Almena eine Gemeinschaft begrüßen zu können, die in der Lage ist, ihre Mitglieder zur aktiven sportlichen Betätigung zusammenzuführen und in echter Kameradschaft zu vereinen. .. „
Bürgermeister Haack und Gemeindedirektor Helbig:
. Wenn ein Verein in so eindrucksvoller Weise seinen 100. Geburtstag begeht, dann beweist das, dass es ihm gelungen ist, über Generationen hinweg attraktiv zu bleiben und Mitglieder in seinen Reihen zu haben, die sich immer wieder für die gemeinsame Sache einsetzten. Diesen Idealismus haben die Mitglieder des Vereins bewiesen, als sie den fast nur in Eigenleistung erste/Iten Neubau des Kleinkaliberschießstandes einweihen konnten. Der Wille vereint und gemeinsam in Kameradschaft ein Ziel zu erreichen, hat sich hier bewährt: dieses ist auch letztlich die Grundlage jedes Vereinslebens. „

(Vors. Schützenkreis Lippe, Friedrich Rehme -stellv. Westf.-Schützenbund, Bödeker -E.Thermann)

Die Almenaer Trachtendamen beim Festumzug.
Die prall gefüllten Körbe beinhalten: mit viel Liebe gebundene Handsträußchen, Süßigkeiten aller Art und natürlich auch kleine Fläschchen Stimmungstropfen (sowie prickelnden Sekt für den Eigenbedarf).
Für unermüdlichen und verdienstvollen Einsatz für den Schützenverein Almena wurden am 19. Oktober 1985 Rudolf Bünte senior und Heinz Süllwold vom Vorsitzenden des Kreis-Sport-Bundes, Fritz Winter, mit der KSB-Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.
Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr: Die Damen-Mannschaft (Elke Hannover, Sabine Süllwold, Veronika Türck) wurde in der Disziplin Luftgewehr freihand Kreismeister. An der Jahreshauptversammlung 1985 verzichtet Günter Korf auf eine Wiederwahl als 2. Vorsitzender. Die Versammlung wählt zu seinem Nachfolger, zur besonderen Freude des 1. Vorsitzenden Rudolf Bünte, dessen Sohn Rudolf (Rudi).

Am 17. Jan. 1987 wurde der Schützenverein Almena von 1885 e.V. ausgezeichnet mit der
SPORTPLAKETTE DES BUNDESPRÄSIDENTEN.
Eine Auszeichnung für besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren. Die Ehrung erfolgte in der Schlossscheune in Brake durch den Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Hans Schwier.
Jahreshauptversammlung, am 14.02.1987: Als Nachfolger für den verstorbenen Rudolf Bünte sen. wurde sein Sohn, Rudolf (genannt Rudi) Bünte jr. zum1. Vorsitzenden gewählt.

Rudi Bünte
Der neue, geschäftsführende Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Rudi Bünte jr., 2. Vorsitzender Rüdiger Brand, 1. Schriftführer Erich Thermann, 1. Rechnungsführer Heinz Süllwold
Hartmut Türck, langjähriger, erfolgreicher Vereinssportleiter, legt sein Amt, zum Bedauern aller Schützen, auf eigenen Wunsch nieder. Da sich spontan kein geeigneter Nachfolger findet, muss improvisiert werden, damit der Schießsport weitergeht. Heinz Süllwold ist bereit, dieses Amt kommissarisch zu übernehmen, bis eine geeignete Person gefunden ist, die dieses, doch sehr zeitaufwändige Amt fortführt.
Nach 3-jähriger Schützenfestpause (die letzte Regentschaft dauerte 3 Jahre, um wieder in den turnusmäßigen Rhythmus von 2 Jahren zu kommen) zeigte der 70-jährige Bruno Pieper, der sich seit fünf Jahren mit Leib und Seele dem Schützenverein Almena verbunden fühlt und wohl kaum einen Trainingsabend ausgelassen hat, dass er, dem Fahnenspruch entsprechend, sowohl ruhiges Blut als auch eine sichere Hand hatte. Kein Wunder also, dass es am Schluss des diesjährigen Königsschießens hieß: Neuer Schützenkönig ist Bruno I. Pieper. Zu seiner Königin erkor er Annemarie I. Frevert, die Tochter des ersten „Nachkriegs-Oberst“ Rudolf Rickmeier.

Bruno I. und Annemarie I.
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König Bruno I. gibt eine Fete in Bünten Garage:

1. Reihe von links: Gerh. Wehrmann, Rüdiger Brand, Jobst Pieper, Klaus Radeck, Heini Gräbe. Dahinter: Heinrich Brand, Gretel Pieper, König Bruno I. Pieper, Marianne Frevert, Werner Kölling, Erich Thermann, Heinz Süllwold, Manfred Bertram, Werner Hundertmark, Wolfgang Wachsmann, Klaus Huxol, Rudolf Lehmeier.
Auch die Schützenfrauen treffen sich zu einem fröhlichen Beisammensein bei Dißmeiers auf dem Schneppel:

„Hahn im Korb“ – das einzige männliche Wesen in dieser Runde ist König Bruno.
Ein Trauerfall in der Familie Frevert, (Annemarie ihr Bruder, Gustav Rickmeier, verstarb) veranlasste die amtierende Königin, ihr Amt vorzeitig niederzulegen. König Bruno I. wählte seine Ehefrau Margarete (Gretel) zur Nachfolgerin.

Bruno I. und Gretel I. Pieper
Mitgliederschwund ist für den Schützenverein ein Fremdwort. Im Gegenteil. Der Zuwachs an Mitgliedern aller Altersklassen nimmt kontinuierlich zu. Kein Wunder also, dass der Rechnungsführer HeinZ Süllwold, anlässlich der Jahreshauptversammlung 1988, aufgrund des erfreulichen Kassenbestandes sagte: „Ich bin froh, Schatzmeister unseres Vereins zu sein und nicht der Bundesfinanzminister.

Pokalverleihung 1988
Am 13. Januar 1989 fand erstmals der „Schützen-Treff“ statt. Er wurde kreiert vom 1. Schriftführer Erich Thermann und an der Vorstandssitzung am 29.12.1988 beschlossen.
Der monatliche Schützentreff soll zur Aktivierung des Schießsports und des Vereinslebens dienen. Es ist ein Mitgliedertreffen – keine Mitgliederversammlung. Er soll dazu dienen, Vereinsinformationen schnell und direkt weiterzugeben und die Vereinskommunikation zu verbessern. Jedes Vereinsmitglied hat die Möglichkeit, Beschwerden, Wünsche, Verbesserungsvorschläge direkt los zu werden. Selbstverständlich soll es Pflicht eines jeden Vorstandsmitgliedes und Amtsträgers sein, an diesem Treffen teilzunehmen!
Und: Es soll natürlich auch von den gebotenen Schießmöglichkeiten Gebrauch gemacht werden.
Die 90iger Jahre
Jahreshauptversammlung am 3. März 1990: Die Mitgliederversammlung stimmte der neuen Vereinssatzung zu.
Neue Sportleiterin wurde Margot Zollatz. Es wurde beschlossen, dass der Verein seinen Mitgliedern, die sich eine Uniform oder Tracht anschaffen, für die Erstanschaffung einen einmaligen Zuschuss in Höhe von DM 150,gewährt.
Auch ein „Schnellgerichtsverfahren“ fand an diesem Abend statt: Oberst Manfred Bertram „bestrafte“ den Schützenbruder Ralf Neeb, wegen tragen falscher Schulterstücke, mit einer Flasche Doppelkorn. Ralf trat die Strafe sofort an und gab zur Freude aller Anwesenden eine Flasche gut gekühlten „Fürst Bismarck“ aus.
Am 31. März 1990 verstirbt der amtierende König Bruno I. Pieper.

Wie in allen Jahren zuvor, hat Heinrich Brand seinen LKW zum Transport des Grillfrühstücks am 1. Mai zur Verfügung gestellt.
Am 23.5.1990 erfolgt die Unterzeichnung der neuen Vereinssatzung in Gegenwart des Notars Knaup, der diese zwecks Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht einreicht.
Pfingsten 1990 besteigen Erich II. und Erna I. Thermann den Königsthron. (Erna I. zum zweiten Male nach 1974). Ihnen zur Seite stehen als Adjutantenpaar Ingrid und Heinz Süllwold.

(Presse-Foto nach dem gelungenen Königsschuß. Mit im Bild: Oberst Bertram u. Vors. Bünte)

(Erna I . und Erich II.)
Erich Thermann, seit 15 Jahren Geschäftsführer des Vereins, sich der Tradition des Almenaer Schützenvereins bewusst und immer bemüht, „noch eins draufzusetzen“, wählt für den großen Festumzug, zur Begeisterung der, bei solchen Anlässen in Almena zu Hunderten die Straßen säumenden, Zuschauer eine vierspännige Königskutsche (wie schon 1974, als seine Ehefrau Erna das erste mal Königin war.)

,Majestätische Grüße“ an das Schützenvolk. Beim Schießen um die Würde des Jungschützenkönigs bewies Ricarda Behr ihre Zielsicherheit. Somit gab es wieder einmal eine Jungschützen-Königin. Zum Prinzgemahl nahm sie John Bilow.

Ganz lässig und cool stellt sich das neue Jungschützen-Königspaar dem Fotografen.

Beim Abschreiten der in Reih‘ und Glied angetretenen Gastvereine auf dem Sportplatz.
Am 28. Juli 1990 lud das Königshaus alle Mitglieder ein zu einem zünftigen Grillabend am Lagerfeuer in der Mergelkuhle am Breidingsberg. Das schöne Wetter, die kühlen Getränke, die Leckereien vom Grill, die Luna Beleuchtung… all das trug dazu bei, die Feier bis weit in die laue Sommernacht auszudehnen. Es war Stimmung PUR für jung und alt.
Auch das Stockbrot-Backen am Lagerfeuer war eine Attraktion. Wie man sieht, nicht nur für die Jüngeren. König Erich zeigt, wie es gemacht wird.


Das Königshaus in bester Stimmung beim GALA-Abend des Schützenkreises Lippe im Kursaal Bad Salzuflen.

Ehrungen verdienter Mitglieder an der Jahreshauptversammlung 1990 aus den Händen des Vorsitzenden vom Schützenkreis Lippe Friedrich Rehme

Erstes „Spalierstehen“ anlässlich der Hochzeit von Sabine Süllwold und Ralf Neeb am 25. Mai 1990 vor der Kirche in Almena.
Dieser Auftritt der Trachtenfrauen fand so großen Beifall, dass die Schützendamen anlässlich der Weihnachtsfeier 1990 in Nalhof beschlossen:
Sollte eine aktive Schützenschwester in der Almenaer Kirche heiraten, dann wollen wir, wenn sie es wünscht, in Tracht vor der Kirche „Spalier stehen“ und je eine weiße Rose überreichen. Übrigens: Die Schützendamen waren im vergangenen Jahr sehr aktiv: Klönschnack, Video Filmvortrag, Grillfest auf der „Hohen Asch“, Butterfahrt, Bastelabend, Weihnachtsfeier.
Werner Kölling legte nach 30 Jahren sein Amt als Fahnenoffizier nieder. Oberst Manfred Bertram erhielt von König Erich II. eine Trillerpfeife, damit er sein Schützenvolk im oft lautstarken „Manöver“ zusammenpfeifen kann.
Die Schießsport-Werbewoche vom 20. bis 27. April
1991 zur Förderung des Breitensports, – in diesem Jahr verbunden mit Trimmspiele = Sportschießen für jedermann, Pokalwettbewerb der örtlichen Vereine und Ermittlung des „Besten Schützen“, war ein großer Erfolg.
Am 6. Juli 1991 folgte der Verein einer Einladung von Sabine und Ralf Neeb ins Weserdorf Stemmen. (Per Bus mit „FELIX“). Sie hatten aus Anlass der Geburt ihres Stammhalters Daniel zum Umtrunk und Imbiss zu sich eingeladen.
Da dem Verein zwischenzeitlich vom Finanzamt Lemgo die Gemeinnützigkeit zugesprochen wurde und nunmehr für die Anschaffung von Sportgeräten auch Zuschüsse zu erwarten sind, erwägt der Vorstand am 27. Febr. 1992, den Kauf von 4 elektrischen Scheibenzuganlagen für den Luftgewehrstand und 3 Luftgewehren.
Am 23. März 1992 erfolgt die
Gründung des „Freundeskreises der Almenaer Schützen“

Königsschießen 1992: Neuer Schützenkönig wird Rolf I. Milewski. Königin wird seine Ehefrau Elfi I.
Neuer Jungschützenthron: König Tobias Marczinowski Königin Christine Requardt. Adjutant Mirco Horn und Hofdame Julia Klopstein.

17.11.1992: Rechnungsführer Heinz Süllwold teilt dem Vorstand mit, dass vom Landes-Sport-Bund ein Zuschuss in Höhe von DM 3.000,- für die geplante Anschaffung der Scheibenzuganlagen und Gewehre bewilligt wurde. Somit verbleiben für den Verein nur noch rd. 5.500,- DM an Zuzahlung. Der Modernisierung steht somit nichts mehr im Wege. Heinz Süllwold wird beauftragt, den Kauf sofort zu tätigen.
Kommandowechsel!
An der Jahreshauptversammlung, am 6.2.1993, tritt nach 20-jähriger Amtszeit Oberst Manfred Bertram von seinem Posten zurück.
Zu seinem Nachfolger wird Herbert Hetmeier gewählt. Manfred Bertram wird zum Ehrenoberst ernannt.
Seine bisherigen Aktivitäten: Fahnenträger, Tambourmajor, Schriftführer, Schützenkönig, Vize-Kreis-Schützenkönig, Oberst und Sportschütze.

Ehren-Oberst Manfred Bertram

Oberst Herbert Hetmeier

Von links: 1. Vorsitzender Rudi Bünte, Ehrenoberst Manfred Bertram, Adjutant des Oberst Olaf Grote, Oberst Herbert Hetmeier, Stellvertreter des Oberst Bernd Requardt, 2. Vorsitzender Rüdiger Brand.
11.03.1993: Noble Geste!
Erich Löschke wird 80 Jahre alt. Er möchte Dankeschön sagen für die langjährige Kameradschaft, die ihm im Schützenverein Almena widerfahren ist und spendet DM 1.000 für den Vereinssport. Der Vorstand beschließt, dafür einen , Erich Löschke — Pokal“ und eine elektrische Scheibenzuganlage mit Widmung anzuschaffen.

Siegerehrung der Extertalmeister – Schüler u. Jugend – 1993.
Jahreshauptversammlung 25. Febr. 1994:
Das dienstälteste, geschäftsführende Vorstandsmitglied, Heinz Süllwold, stellt sich, nach 33-jähriger Tätigkeit als 1. Rechnungsführer, nicht mehr zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter, Wolfgang Klopstein, gewählt. Heinz Süllwold übernimmt nun das Amt des 2. Rechnungsführers.

Heinz Süllwold

Wolfgang Kloppstein
Der 1. Schriftführer Erich Thermann tritt aus Altersgründen, nach 19 Jahren als Geschäftsführer, von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger, bisheriger 2. Schriftführer, Friedhelm Brandt, tauscht mit ihm die Position. Der anwesende 1. Vorsitzende des Schützenkreises Lippe, Frank Ehlert, würdigt Heinz Süllwold für 33 Jahre Rechnungsführer und Erich Thermann für 19 Jahre Geschäftsführer und zeichnet beide mit der Ehrennadel des Schützenbezirks Ostwestfalen-Lippe aus.

Das Jahr 1994 beschert unserem Verein beim Königsschießen wiederum einen Schützenkönig, der sich voll und ganz dem Schießsport zugetan hat. Es ist unser langjähriges Mitglied Wolfgang Chillek aus Blomberg, der es sich nicht nehmen lässt, an jedem Schießabend von Blomberg nach Almena zu kommen. Nicht minder aktiv ist seine Ehefrau Ursula. Wen wundert’s da, dass beide für die nächsten zwei Jahre den Thron besteigen als Wolfgang I. + Ursula I.

Am 29. April 1995 nimmt eine große Marschtruppe unseres Vereins teil am 44. Deutschen Schützentag in Bad Salzuflen.

Offensichtlich in bester Laune mit einem gut gekühlten „Blonden“ unsere Fahnenoffiziere:
Rudolf Lehmeier, Siegfried Ortmann und Heiner Wieneke. Im Hintergrund das Fahnenmeer der Lippischen Schützenvereine.

Am 21. Mai 1995 geht der amtierende König Wolfgang I. Chillek beim Kreiskönigsschießen in Bösingfeld als bester Schütze hervor und erringt den Titel Kreis-Schützenkönig 1995.
In Anerkennung dieser hohen Würde, ließen die Almenaer Schützen eine „Kreis-Königs-Scheibe“ anfertigen (ein Unikat, das es im Schützenkreis kein zweites mal gibt), die neben der VereinsKönigsscheibe an seinem Wohnhaus in Blomberg angebracht wurde.
Gern erinnern sich alle Schützen an die Einladung von Ursel und Wolfgang in das Landgasthaus in Siekholz. Es war ein harmonischer Abend.
Auch Extertals Bürgermeister Heinrich Senke zollte unserem Kreis-Schützenkönig Hochachtung. Er lud ihn, seine Königin Ursel samt Hofstaat und unser amtierendes Jungschützenpaar Marck Gebauer und Dorothee Ewers ein, um sich in das GOLDENE BUCH der Gemeinde Extertal einzutragen. Dieser Zeremonie wohnten bei: Oberst Herbert Hetmeier,
- Vorsitzende Rudi Bünte, Sportleiterin Margot Zollatz, sowie vom Schützenkreises Lippe der stellvertretende Vorsitzende Karl-Friedrich Kloock und stellv. Schatzmeister Herbert Kerkhof.

Das Schützenfest im Juni 1996 wurde von den Verantwortlichen des Schützenvereins, wie gewohnt, bis ins kleinste Detail vorbildlich geplant. Petrus jedoch fühlte sich wieder einmal übergangen und öffnete alle Schleusen, so dass der große Schützenumzug buchstäblich ins Wasser fiel und abgesagt werden musste. Um so größer war die Stimmung auf dem Festzelt.

Der diesjährige Schützenkönig, erstmals ein aktives Mitglied der I. Rotte, war Bernd I. Dissmeier. Seine Königin war Marion I. Behr.

Das, an diesem Fest wieder einmal, so ausgeprägte Regenwetter brachte Bernd den Titel „RegenschirmKönig“ ein. Seine Regentschaft dauerte bis 1998.

Der Hofstaat hat trotz des schlechten Wetters, nicht nur für den Fotografen, ein fröhliches Lächeln bereit. Marion I., Bernd I., Renate Dißmeier, Dieter Behr, Gabi u. Volker Lehmeier. Hinter Marion stehend, der Gemeindedirektor Kampmeier, der eigentlich eine lange Festrede vorbereitet hatte.

Der Tag danach – Festausklang.
1997 qualifizierte sich Heinz Süllwold über die Lippischen Meisterschaften weiter über die Bezirksmeisterschaft Ostwestfalen für die Teilnahme am Senioren-Vergleichsschießen des Westfälischen Schützenbundes auf Landesebene in Dortmund.
An der Jahreshauptversammlung 1998 stellt sich der 2. Schriftführer, Erich Thermann, aus Altersgründen nicht der Wiederwahl. Der 1. Vorsitzende, Rudi Bünte, dankt ihm mit einer Urkunde und einem Verdienstorden für seinen stets vorbildlichen Einsatz für den Schützenverein (22 Jahre Geschäftsführer sowie 2 Jahre Schützenkönig). Zu seinem Nachfolger wird Horst Kortemeier berufen.
Aus gesundheitlichen Gründen legen die Fahnenoffiziere Rudolf Lehmeier (nach 43 Jahren) und Heiner Wieneke (nach 30 Jahren) ihre Ämter nieder. Sie haben die Fahne verantwortungs-bewusst sowohl‘ bei unzähligen fröhlichen Gelegenheiten als auch bei traurigen Anlässen, wenn es darum geht, Vereinsmitgliedern den letzten Gruß zu erweisen, getragen. Beide erhalten als Dank und Anerkennung eine Urkunde, Verdienstorden und einen Blumenstrauß.
Erstmals in der Vereinsgeschichte wird in diesem Jahr anlässlich des „Osterschießens“ das „Osterkönigspaar“ ausgeschossen. Das nachstehende Bild zeigt das Osterkönigspaar Margret Hundertmark und Heinz Süllwold.

„Osterkönigspaar“ beim Schützenverein Almena
Am 15. Mai 1998 nehmen ca. 60 Almenaer Schützen und Trachtendamen am Festumzug der 4. Lippischen Schützentage in Blomberg teil und ernten dafür viel Applaus der über 5000 Zuschauer.
Zum gemütlichen Abschluss, dieser auf Grund des frühsommerlichen Wetters doch ziemlich strapaziösen Veranstaltung, haben die Ex-Majestäten Ursel I. und Wolfgang I. Chi/lek alle Almenaer Festzugteilnehmer in die „See-Terrassen“ am Schiederstausee eingeladen. Ihre großzügige und liebevolle Bewirtung spiegelten ihre Verbundenheit zum Almenaer Schützenverein wider. Für alle Teilnehmer ging mit dem Sonnenuntergang unvergesslich schöner, harmonischer Tag feucht-fröhlich zu Ende.
Spannungsgeladenes Königsschießen 1998. wer wird neuer König? Diese Frage wurde dann auch wie immer, zum Schluss des Wettstreites, beantwortet. Als Sieger und König für die nächsten zwei Jahre ging Siegfried I. Ortmann hervor. Zu seiner Königin wählte er Ute I. Hetmeier.
Nächste Seite: Kritischer Blick von Herbert. Wäre er vielleicht lieber selber König geworden?
Auch an diesem Schützenfest war uns der Wettergott nicht besonders gut gesonnen. Jedoch konnte der Festumzug nach einem kurzen, kräftigen Regenschauer dann doch stattfinden. Vom Umzug durch das prächtig geschmückte Dorf zurück auf dem Festzelt, war der Regen schnell vergessen. Frohsinn und Heiterkeit eroberten die Herzen aller Festteilnehmer. Die große Familie der Schützen aus nah und fern, die Blaskapellen und Musikzüge sowie alle übrigen Gäste sorgten für Stimmung und Humor. So auch die zünftige Tanz-Kapelle mit ihrer fetzigen Musik und das gut gelaunte, schunkelnde Königshaus.

Königin Ute I. und König Siegfried I., Hannelore und Waldemar Dißmeier, Gabi und Bernd Requardt
Im März 1999 beschließt der Vorstand überraschend, auf Initiative des amtierenden Schützenkönigs Siegfried I. Ortmann und Oberst Herbert Hetmeier, die Anschaffung einer neuen Königskette.
Die „alte“ , historische Traditions-Königskette, angeschafft nach Wiedergründung des Vereins und mit je einer, vom jeweiligen Schützenkönig gestifteten, mit Namen und Jahreszahl gravierten Medaille, soll in einem Schaukasten „archiviert“ werden.
In diesem Jahr bewiesen die Almenaer Schützen wieder einmal mehr ihre Bereitschaft zur Unterstützung wohltätiger Spendenaktionen. so konnte der Vorstand am 20. Dezember 1999 dem Klinikum Lippe eingesammelte Spenden für die Aktion „MUKI 2000″ (Mutter und Kind) in Höhe von DM 2.000,00 übergeben.


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Seit Gabi Requardt ihren Posten als erfolgreiche „Frauenwartin“ vor längerer Zeit niedergelegt hat, werden die anstehenden Aufgaben sporadisch verteilt.
Drahtzieherin, oder besser gesagt „Managerin“, ist jetzt Schwester„Konni“ (Kornelia Klopstein). Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Auch unter ihrer Regie klappt alles wie am Schnürchen. Und das sicherlich, weil alle Schützenschwestern, Freude und Spaß an der Geselligkeit haben und ihre vielfältige Kreativität zum Ausdruck bringen können. Alle ziehen an einem Strick.

Kornelia Klopstein
Der Einfallsreichtum der Schützenfrauen ist unerschöpflich. Die Aktivitäten in jeder Hinsicht -ob bei Festumzügen, bei der Mitgestaltung der Familienfeste, der verschiedenen vereinsinternen Zusammenkünfte oder auch beim sportlichen Schießen sind beispielhaft.

Zeugmeister Siegfried Ortmann bei der Ausübung einer seiner Aufgaben: Selbstverständlich lässt er es sich nicht nehmen, die Strumpfbänder bei den Damen eigenhändig und mit viel Fingerspitzengefühl anzumessen.
Die Jahre nach 2000
An der Jahreshauptversammlung, 26. Febr. 2000, nimmt Heinz Süllwold, nach 39-jähriger Vorstandsarbeit, Abschied aus dem Vorstand. Er bedankt sich bei den Vereinsmitgliedern für das ihm immer wieder entgegengebrachte Vertrauen während dieser langen Zeit. Besonders gern denkt er an die jahrelange Zusammenarbeit mit dem unvergessenen Rudolf Bünte sen. zurück. Dessen Motto hieß: „ Was uns nicht umschmeißt, macht uns stärker“.
Heinz Süllwold wünscht dem neuen Vorstandsteam für die künftige Vereinsarbeit immer eine glückliche Hand und vor allem, dass es ihm gelingt, die Kameradschaft im Verein weiterhin dauerhaft zu festigen. Er schließt mit den Worten: Einigkeit macht stark! In diesem Sinne: „IMMER GUT SCHUSS“.
Resümee seiner Aktivitäten:
1958-1964 Fahnenträger, 1964-1968Schützenkönig (Heinz I.), 1966 Vize-Kreis-Schützenkönig, 1990-1992 Königs-Adju, 1961-2000 Rechnungsführer und, wie könnte es anders sein, vom 1. Tag seiner Mitgliedschaft bis heute aktiver Sportschütze.
Damit scheidet der Letzte, nach Erich Thermann, aus der erfolgreichen „Ära Rudolf Bünte sen. “ aus dem Vorstand aus.
Der 1. Vorsitzende Rudi Bünte bedankt sich bei ihm für die 39-jährige Vorstandsarbeit und übergibt als äußeres Zeichen einen Zinnteller.
Zum Nachfolger von Heinz Süllwold wird Bernd Dißmeier gewählt.

Bernd Dißmeier Heinz Süllwold
Ein weiterer Wechsel: Nach 10-jähriger, aufopfernder Tätigkeit als Vereinssportleiterin legt Margot Zollatz ihr, mit großem Arrangement geführte, Amt nieder. Ebenso die Stellvertreterin Heike Dißmeier-Bellin und Andreas Milewski als Jugendwart.
Als Nachfolger werden Michael Masannek zum 1. und Dieter Behr zum 2. Sportleiter, sowie Carsten Kuhlmann zum 1. Jugendwart und Ricarda Behr und Heiko Brandt zu seinen Stellvertretern gewählt.

Mit Spannung erwartet man in Almena die Auflösung der Frage:
Wer wird der neue Schützenkönig unseres Vereins im Millenniumsjahr 2000? In diesem Jahr fasste ein Schütze der jüngeren Generation allen Mut und zielte am besten ins Schwarze. Es war Thomas Stumpenhagen aus der I. Rotte. Zu seiner Königin nahm er Gisela Harris, seine spätere Ehefrau. Thomas benötigte nur kurze Zeit, um seinem künftigen Schützenvolk den gesamten Hofstaat zu präsentieren. Allesamt Schützenbrüder und -Schwestern der I. Rotte. (Das Logo der Rotte – ein grüner Frosch)

Das komplette neue Königshaus unmittelbar nach Beendigung des Königsschießens: Links das Adjutantenpaar Birgit + Andreas Wachsmann. In der Mitte das Königspaar, Gisela + Thomas Stumpenhagen. Rechts das Adjutantenpaar Heike + Michael Bellin.
Jetzt beginnt die heiße Phase der Vorbereitungen für das große Schützenfest. Für die weiblichen Mitglieder des Vereins ist es selbstverständlich, dass sie sich zur Herstellung der grün-weißen Fähnchen und des Blumenschmuckes kurzfristig und in großer Anzahl (ca. 40 Frauen) zusammenfinden. Der so, mit viel Fleiß und Liebe, gefertigte Schmuck wird dann an dem im ganzen Dorf aufgestellten Birkengrün befestigt um das schöne Almena zum Schützenfest noch schöner zu machen. Bei der Beschaffung des Birkengrüns sind, wie in den Jahren zuvor, die Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Almena behilflich.

Das „Geschwader“ der Schützenfrauen beim Fähnchenbinden.

Beim Abschreiten der angetretenen Vereine auf dem Sportplatz ist, wie auf dem Bild zu sehen, noch schönes Wetter. Aber dann…,als wenn es zur Tradition der Almenaer Schützenfeste geworden wäre, . . . Eimer weise Regen!
Der mit viel Liebe und Mühe vorbereitete Festumzug durchs Dorf fiel wieder einmal mehr dem Regen zum Opfer. Die Zeitung Lippe schrieb: „Der unbeliebte Stammgast war wieder da“.
Jahreshauptversammlung, 24. Febr. 2001:
Friedhelm Brandt, 1. Schriftführer, steht aus gesundheitlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Vorsitzender Rudi Bünte schlägt der Hauptversammlung Martin Kampmeier als künftigen 1. Schriftführer zur Wahl vor. Aus der Versammlung kommen keine weiteren Vorschläge. Martin Kampmeier wird einstimmig zum 1. Schriftführer und damit gleichzeitig zum Geschäftsführer gewählt.

Friedhelm Brandt Martin Kampmeier
Da auch der 2. Schriftführer, Horst Kortemeier, zu einer Wiederwahl nicht antritt, wird der zurückgetretene bisherige 1. Schriftführer, Friedhelm Brandt, zu seinem Nachfolger gewählt.
Die neu gegründete II. Rotte wird von Julia Klopstein vorgestellt. Hilka Hannover wird Vizemeister bei der diesjährigen Bezirksmeisterschaft in Oppenwehe, in der Klasse Seniorinnen II, Disziplin Luftgewehr aufgelegt.
Die Schießsportabteilung hat allen Grund zur Freude. Ein eigens für den Aufenthaltsraum angefertigter Tisch wurde angeschafft. Zwei Luftgewehre der Marke FEINWERKBAU P 70 (mit Pressluft) der neuesten Bauart, die das Laden, im Vergleich zu älteren Seitenspannern, besonders für die Jugendlichen und Damen, erleichtern, wurden gekauft. Um bei der Scheibenauswertung keine Probleme mehr mit dem

,Augenmaß“ zu haben, verfügt die Sportleitung jetzt über eine hochmoderne, elektronische Auswertmaschine. (Lesegerät)
Jahreshauptversammlung, 16. Februar 2002, im Saal „Gasthaus Breiding“:
Turnusmäßig stand nach drei Jahren wieder die Wahl bzw. Wiederwahl des 1. und 2. Vorsitzenden an. Erich Thermann, zum Wahlleiter bestimmt, wies auf die große Verantwortung dieses Ehrenamtes hin, bescheinigte dem gesamten Vorstand eine hervorragende Leistung und empfahl der Mitgliederversammlung die Wiederwahl. Da keine weiteren Vorschläge gemacht wurden, ließ er über die Wiederwahl abstimmen. Ergebnis: Einstimmige Wiederwahl. Der 1. Vorsitzende Rudi Bünte und auch sein Stellvertreter, Rüdiger Brand, nahmen die Wahl an.
Nach 9-jähriger Enthaltsamkeit bezüglich einer Beitragserhöhung, sah sich der Vorstand diesmal genötigt, das leidige Thema auf die Tagesordnung zu setzen. So sind z. B. gewisse Mindestbeiträge vom Sportbund vorgeschrieben, um die Förderrichtlinien für Sportwaffen zu erfüllen. Die neuen Jahresbeiträge sind: Erwachsene € 30 (bisher 50 DM), Familien € 50 (bisher 80 DM), Schüler € 8 und Jugendliche € 13.
Eindringliche Worte von Oberst Herbert Hetmeier. Er fordert höheren persönlichen Einsatz aller Mitglieder — nicht nur des Vorstandes. Er will die Schläfer in unseren Reihen aktiviert sehen und fordert eine verstärkte Teilnahme am Königsschiessen. „Ohne Königsschießen gibt es kein Schützenfest“
Außer den vielen Ehrungen der Pokal- u. Vereinsmeister, sowie Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften und Aktivitäten, gab es eine besondere Auszeichnung: Der anwesende Schatzmeister des Schützenkreises Lippe,

Hans Schneider, würdigte das Lebenswerk unserer Schützenschwester Erna Thermann, zweimalige Königin, indem er sie mit der „Goldenen Ehrennadel des Schützenbezirks Ostwestfalen-Lippe“ auszeichnete.
Im Anschluss an die zügig abgehaltene Versammlung startete um 21 Uhr die Geburtstagsfeier von Oberstleutnant Erich Thermann. Er hatte alle Anwesenden, anlässlich seines 80. Geburtstages, zu einem üppigen Büfett und Getränken nach Wunsch eingeladen.
Die Wettkampfsaison 2001/2002 der Sportschützen endete im Februar d. J. und zwar recht erfolgreich. Es behaupteten sich die Almenaer Schützen in den folgenden Wettkampfklassen auf guten Plätzen jeweils im obersten Drittel:
Die 1. Senioren-Mannschaft in der 1. Kreisklasse Lippe, 2. Sen.-M. in der 2. Kreisklasse Lippe, sowie die 1. und 2. Mannschaft Schützenklasse in der 3. Kreisklasse Lippe. Auch holten sich die Senioren-Schützen, aufgrund hervorragender Schießergebnisse, Pokale bei den befreundeten Vereinen Schützenges. Bösingfeld und KKSV Schwelentrup. Gesellschaftliche Verpflichtungen wurden erfüllt durch Teilnahme an Veranstaltungen der Bürgerschützen Rinteln und der Schützengesellschaft Schötmar, mit denen die Almenaer Schützen seit vielen Jahren kameradschaftliche, herzliche Beziehungen unterhalten.
Der Höhepunkt dieses Jahres ist das, alle zwei Jahre wiederkehrende, traditionelle Volks-Schützenfest in Almena. Da wird schon wochen- und monatelang diskutiert über die Frage: Wer wird neuer Schützenkönig? – Wer hält drauf? Am 9. Juni 2002 ist es dann so weit. 15 Uhr Antreten der Mitglieder an der Volksbank und Abmarsch, vorneweg die Blaskapelle Humfeld, zum Schießstand auf den Breidingsberg. Bei herrlichem Wetter, schwülwarm, gut durchgeschwitzt, nimmt der ganze Zug gern das von Ehren-Oberst Manfred Bertram verordnete Kommando „Ganzer Zug HALT“ an, um einen kühlen Trunk als Zielwasser einzunehmen. Am Schießstand angekommen, ging es dann auch schon bald zur Sache.
Auf dem Luftgewehr-Stand kämpften die Schüler und Jugendlichen und auf dem Kleinkaliberstand die Erwachsenen um die Königswürde.
Die Beteiligung war sehr gut, der Saal gefüllt, die 30 Mann starke Blaskapelle Humfeld fleißig. Die Getränke waren gut gekühlt und Kaffee, Torte und Kuchen äußerst schmackhaft. Und… das Wichtigste: Alle Anwesenden waren in bester Stimmung!
Um Punkt 18 Uhr konnte Oberst Herbert Hetmeier das von allen mit großer Spannung erwartete Ergebnis verkünden :
Neuer Schützenkönig, mit 28 Ring, ist Michael Masannek. Zu seiner Königin hat er Edeltraut Lieker auserkoren. Adjutant ist Wolfgang Lieker, Hofdame ist Margot Zollatz. Neuer Jugend-Schützenkönig, mit 29 Ring, ist Daniel Neeb. Seine Königin ist Vanessa Wieneke, Adjutant ist Dominik Dissmeier, Hofdame ist Anna-Lena Dissmeier.
Die große Schar der anwesenden Schützenbrüder und -Schwestern, sowie interessierte Gäste, spendeten beiden neuen Königshäusern tosenden Applaus und überbrachten Glückwünsche und Blumensträuße.
Nach diesen „anstrengenden“ Stunden wurde allen Anwesenden herzhafte, wohlschmeckende Erbsensuppe serviert.
Am nächsten Tag die ersten Kommentare in der

Wenn SIE (die neue Königin Edeltraut Lieker) ins immer kommt, dann geht die Sonne auf“ (wegen ihrer Fröhlichkeit). Und…
, Wie der Opa, so der Enkel. . . . . Daniel Neeb war beim Schießen mit dem Luftgewehr auf eine Distanz von zehn Metern nicht zu bezwingen und erreichte mit 29 Ringen nicht nur ein optimales Ergebnis, sondern auch die sondern auch die Kinderkönigswürde.
(Die Gene hat er sicherlich auch von seiner Mutter Sabine geerbt. Schließlich war sie ebenfalls eine gute Sportschützin und ehemalige Jugendkönigin).

Heinz Süllwold u. Daniel Neeb
etzt werden alle Aktiven des Vereins äußerst mobil. Es sind zwar noch 3 Wochen bis zum Schützenfest; aber alle wissen, dass die letzten Vorbereitungen für solch ein großes Fest noch sehr arbeitsreich und stressig sind.
Große Hinweistafeln, an allen Ortseinfahrten nach Almena, weisen seit Wochen auf das vom 28. bis 30. Juni 2002 stattfindende VOLKSSCHÜTZENFEST hin.
Am Dienstag, den 25. Juni, treffen sich über 40 Schützendamen bei Ingrid Süllwold, um grün-weiße Papierfähnchen zu basteln. Kellerräume und Garagen sind in „Bastelräume“ verwandelt. Diese Aktion ist schon traditionell und wird mit großer Begeisterung, in allerbester Stimmung, schon seit Jahren praktiziert. (Schmeckt doch allen die dargereichte Bowle, nach Süllwold’s Geheimrezept, recht gut.

(Vorne: Ingrid Süllwold und Margret Hundertmark)
Nachdem das angelieferte Birkengrün am Tag vor dem Fest von den Anwohnern den Straßen entlang aufgestellt ist, treten die Schützenfrauen abermals in Aktion. Sie befestigen die gebastelten Fähnchen und Blumen an den frischen Zweigen und setzen somit freundlich leuchtende Effekte. Verbunden mit dieser Aktion und den von den Almenaer Bürgern bereits vorgenommenen Girlandenund Fahnenschmuck an den Häusern und über den Straßen lädt ganz Almena zum fröhlichen Miteinander ein und ersehnt den Festbeginn. Auftakt des Festes ist die Discoparty am Freitag. An diesem Abend gibt sich zu meist die jüngere Generation ein Stelldichein und frönt „ihrer“ Musik.
Es folgt der mit Spannung erwartete Samstag. Um 19 Uhr ist Antreten vor der Volksbank. Mit Musik voran beginnt der Marsch zusammen mit allen örtlichen Vereinen und der 3. Kompanie der Schützengesellschaft Schötmar, mit Fahnenabordnungen, zum Festplatz am Sportplatz im Bükerfeld. Dort findet um 20 Uhr im Festzelt die Inthronisierung der neuen Majestäten durch Oberst Herbert Hetmeier statt.
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Vorne Edeltraut I. und Michael I . Dahinter Hofdame Margot Zollatz und Adjutant Wolfgang Lieker.
Der Sonntag dieses Schützenfestes wird wohl als einmaliges Ereignis in die Vereinsgeschichte eingehen. Der Grund: Die Deutsche Nationalmannschaft bestreitet das Endspiel um die FußballWeltmeisterschaft in Japan gegen Brasilien.
Almena feiert Schützenfest!! Bange Fragen vor dem Fest: Wird das gut gehen, kommen die Gäste zu unserem Fest? Kurz entschlossen wird Friedel Frevert beauftragt, auf dem Festzelt drei Großbildschirme aufzustellen, damit die Fußballübertragung von allen Plätzen gut gesehen werden kann. Der Geschäftsführer Martin Kampmeier informiert sämtliche regionalen Zeitungsverlage, sowie alle für das Fest verpflichteten Kapellen, Musikzüge und Vereine über das veränderte Festprogramm. So wurden alle Teilnehmer bereits vor dem Anpfiff in Japan im Festzelt erwartet und auch empfangen. Das Festzelt war „pickepackevoll“. Alle Besucher genossen das Fußballspiel, das unsere Elf leider verlor, bei reichlich und gut gezapftem Bier. Auch zur Freude des Festwirtes.

Vanessa I. und Daniel I .
Nach dem Abpfiff in Japan kam der Anpfiff zur Aufstellung auf dem Almenaer Sportplatz, wo die teilnehmenden Vereine mit ihren prachtvoll ausgestatteten Königshäusern, Fahnenabordnungen und schmucken Uniformen, dem Publikum, dank der perfekten Organisation von Oberst Herbert Hetmeier, ein farbenprächtiges Bild boten. Und was noch besonders zu erwähnen ist: Seit Jahren hatte Petrus mal ein Einsehen mit dem Schützenvolk und ließ die Schotten dicht, so dass der geplante Festumzug durch das prächtig geschmückte Dorf stattfinden konnte.

Nach Jahren wieder einmal ein „Sonnen-Königspaar“ in Almena!

Tolle Stimmung auf dem Festzelt.
Die befreundeten Schützen der Schützengesellschaft Bösingfeld lassen es sich nicht nehmen, Königin Edeltraut I. hoch „zu Roß“, in diesem Falle auf einer Bank, von Musik und Klatschmarsch begleitet, durch das zum Bersten gefüllte Festzelt zu tragen. Dass die Almenaer Schützenfrauen in so mancher Disziplin (Schießen, Wandern, Basteln, Showauftritten, Sträußchen- und Bonbonwerfen und, und, und…. . . ) bereits über die Grenzen Extertals einen immensen Bekanntheitsgrad erreicht haben, ist allen bewusst. Neuerdings treten sie auch als „Chorgemeinschaft“ (groß, klein, laut und leise – auf jeden Fall hübsch und fröhlich) auf und sind nicht nur, wie auf folgendem Foto, bei eigenen Vereinsfesten, sondern überall gern gesehene, ja mit Spannung erwartete, Gäste.

Seit Jahren bemühen sich die Almenaer Schützen um einen attraktiven Nachbarverein, um sich bei Schützenfesten durch gegenseitige Teilnahme zu unterstützen. Diese Bemühungen wurden in diesem Jahr begünstigt durch den Schützenbruder Andreas Milewski aus Struchtrup, der nicht nur in Almena, sondern auch in Alverdissen, Mitglied des dortigen Schützenvereins ist. Beim Königsschießen in Alverdissen errang er in diesem Jahr die Königswürde. Spontan erging auf seine Initiative eine Einladung zur Teilnahme am Festumzug des Alverdisser Schützenfestes.
Einen günstigeren Moment für den Schützenverein Almena, sich für künftige Zusammenarbeit zu empfehlen, gab es nicht. Es war daher nicht verwunderlich, dass sich die Almenaer Schützen, z. Zt. ohnehin in bester Feierlaune, am 7. Juli mit über einhundert Uniformträgern (Königshaus, Schützen, Trachtenfrauen und Jungschützen) beim Schützenfest in Alverdissen präsentierten. Die Resonanz war, am Applaus der Bevölkerung gemessen, sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass der Vorstand des Schützenvereins Alverdissen einer künftigen gegenseitigen Bereicherung der Feste zustimmt.

Unsere Trachtenfrauen beim Alverdisser Schützenfest am 7. Juli 2002 mit ihren prall gefüllten Körben.
Der Auftritt der Trachtenfrauen und der nicht minder schmucken Almenaer Schützen hat offensichtlich nicht nur der Alverdisser Bevölkerung, sondern in besonderem Maße auch dem gastgebenden Schützenverein Alverdissen imponiert, so dass zwischenzeitlich die Zusage zur Teilnahme am nächsten Schützenfest bei uns in Almena gegeben wurde.

Dieses Foto entstand anlässlich der Einladung des derzeitigen Königs Michael I. zum Aufhängen der Königsscheibe am 14. Sept. 2002.
Wieder einmal, wie schon oft in der Vergangenheit, wurde an diesem Abend der Wunsch geäußert, doch mal ein Treffen aller noch lebenden und dem Verein noch angehörenden Könige zu arrangieren. Damit dieser Wunsch nun nicht wieder nur ein Wunsch bleiben sollte, erfolgte eine Einladung zu einem ersten „Königstref‘ durch Heinz Süllwold in das Hotel Haus Breiding auf dem Almenaer Berg am 22. November 2002.
Diese Einladung wurde noch erweitert durch Martin Kampmeier, indem er die ehemaligen Königinnen und das Oberhaupt des Vereins, Oberst Herbert Hetmeier, dazu einlud. So trafen sich dann am Freitag, den 22. November 2002, von den insgesamt 14 Königen:

Von links sitzend: Erich I. Thermann, Heinrich I. Brand, Heinz III. Korf, dahinter stehend von links: Wolfgang I. Chillek, Heinz I. Süllwold, Thomas I. Stumpenhagen, Michael I. Masannek, Rudolf II. Bünte, Heinrich II. Gräbe, Hartmut I. Türck, Siegfried I. Ortmann, Bernd I. Dißmeier. Wegen Erkrankung fehlten Manfred I. Bertram und Rolf I. Milewski.
Außerdem waren anwesend die Königinnen: Linda I. Gräbe, Hilka I. Hannover, Erna I. Thermann, Ursel I. Chillek, Ute I. Hetmeier und Edeltraut I. Lieker. Sowie Oberst Herbert Hetmeier und Martin Kampmeier.

(Herbert und Martin lauschen gespannt der Story von Siegfried Ortmann)

Offensichtlich freuen sich alle über die von Martin Kampmeier verteilten Nikoläuse. (Hartmut Türck, Heinz Süllwold, Heinrich Brand). Der Tenor aller Anwesenden war, weitere Zusammenkünfte in erweiterter Form, d. h. ergänzend dazu mit Ehepartnern, zu arrangieren.
Das neue Jahr (2003) begann traditionsgemäß, abgesehen von laufenden Schießwettkämpfen, am dritten Sonnabend im Januar, also am 18. Januar mit dem Familienabend. Etwa 200 Personen hatten sich bereits vorher zu dieser Veranstaltung angemeldet. Der Saal platzte aus allen Nähten. Als Gäste waren Königshäuser mit einer kleinen Abordnung der befreundeten Schützenvereine Schötmar, Rinteln, Bösingfeld und Alverdissen der Einladung gefolgt. Die Kapelle sorgte für beste Stimmung, Familie Sagebiel dafür, dass Hunger und Durst gestillt wurden und eine reichhaltig gespickte Tombola dafür, dass jeder viele Preise gewann.

Der Höhepunkt dieses Festes war jedoch, wie konnte man es anders erwarten, wieder einmal und zwar zum zehnten Male, der Auftritt der Almenaer Schützenfrauen.

Motto: Der Sultan (Heide Wienewski), mit Bauchtänzerin „Suleika“ (Hilka Hannover) im Gefolge weitere 13 „Beduinen“, auf der Suche nach Bier in den Ländern Österreich, Irland, Argentinien…. . . . . . . . . . . . . . . . . . . (Die „Spätheimkehrer“ dieses Festes traten am andern Morgen gegen 5 Uhr den Heimweg an.)
An der Jahreshauptversammlung, am 22. Februar 2003, wurde die Wahl eines neuen Vereinssportleiters erforderlich. Der Grund: Michael Masannek legt sein Amt aus berufsbedingtem Zeitmangel nieder. Sein Amt wird zunächst Heiko Brandt übernehmen. Er besitzt die erforderlichen Sachkenntnisse und war seit längerer Zeit bereits in der Schieß- und Standaufsicht tätig.

Ehrung der Pokalsieger und Vereinsmeister 2002

Nachdem der 1. Vorsitzende Rudi Bünte den offiziellen Teil der Generalversammlung für beendet erklärt hat, geht es zum gemütlichen Teil über. Hier auf dem Bild im Vordergrund: zufriedene Gesichter, die sich jetzt einer „Entspannungstherapie“ unterziehen und reichlich Dampf ablassen. Von links: Wolfgang Wachsmann, Margot Zollatz und Wolfgang Lieker.
25. Februar 2003: Ein nicht alltägliches Geschehen in Almena:
Bei der Auslosung des „Dorfplatz Schlag Zehn“ in der WDR-Sendung OWL blieb der Zufallsgenerator auf „Almens“ stehen.
Ein Anruf beim WDR brachte Gewissheit. Ein Schreibfehler hatte sich eingeschlichen. Gemeint war natürlich Almena. Nun glühten die Telefondrähte in Almena. Alle örtlichen Vereine trommelten ihre Mitglieder zusammen, um am nächsten Morgen pünktlich um 10 Uhr auf dem Dorfplatz, in diesem Falle auf dem Schulhof, so zahlreich wie möglich zu erscheinen. Schließlich kommt das Fernsehen erstmals in unser Dorf und da möchten alle dabei sein und mit dazu beitragen, dass sich nicht nur unser Dorf, sondern möglichst auch die Vereine sich präsentieren.
Und so ist es auch uns Schützen und unseren Trachtendamen gelungen, den Reporter Michael Blaschke und das Kamerateam des WDR auf Grund unserer schmucken Uniformen und Trachten auf uns aufmerksam zu machen und über uns am gleichen Abend in der Sendung „Aktuelle Stunde“, die übrigens nicht über Satellit, sondern nur über die „alte“ Antenne empfangen werden kann, zu berichten.
Spätestens seit diesem Tage weiß man in ganz Ostwestfalen-Lippe, wo das schöne Dörfchen Almena liegt und dass es hier viele Vereine und insbesondere den Schützenverein Almena von 1885 e. V. gibt.

Typisch für den Reporter Michael Blaschke sind sein Mantel und Schlapphut.
Am 15. März 2003 zogen nicht die Lippischen Schützen nach Frankreich…
Sondern unsere Schützen-Damen fuhren über die Lippische Grenze hinaus nach Pr.-Ströhen, um beim Ausschießen des Damen-Pokals des Schützenbezirks Ostwestfalen-Lippe teilzunehmen. Unsere drei Damen mit dem sich’ren Auge und ruhig‘ Blut (Margot Zollatz, Brigitte Brandt und Hilka Hannover) erwiesen sich in der Mannschaftswertung als hervorragendes Team. Sie belegten den 3. Platz und kehrten stolz mit einem Pokal zurück nach Almena.
27. April 2003:

Heute fand das Kreiskönigsschießen des SchützenKreises Lippe, auf der Schießanlage der Schützengesellschaft Bösingfeld, statt. Wohl an die 25 Schützenvereine aus dem Kreisgebiet hatten ihre amtierenden Könige und Jugendkönige entsandt, um sich im fairen Wettkampf um den Titel Kreiskönig bzw. Kreisjugenggend-König zu bewerben.
Selbstverständlich waren auch unsere Majestäten angetreten. Äußerst spannend wurde es dann bei der anschließenden Siegerehrung, die unter den Klängen der Sonneborner Blaskapelle eingeleitet wurde. Unser Jugendkönig Daniel Neeb errang den Titel „VizeKreisjugend-König 2003″. Ganz knapp schrammte er am 1. Platz vorbei.

Daniel Neeb (Bildmitte)
Am 1. Mai folgt wieder die traditionelle Mai-Wanderung der Almenaer Schützen. Das Wetter war in den vergangenen Wochen fast sommerlich. Temperaturen von über 20 0 C haben die Natur zur vollen Entfaltung gebracht. Alle Laubbäume haben ihr schönstes Maiengrün angelegt und die Obstbäume stehen bereits in voller Blüte. Da ist es nicht verwunderlich, wenn alle Teilnehmer mit bester Laune und frohen Mutes sich zum Treffpunkt an der Volksbank einfinden. Selbst der, ausgerechnet heute, zeitweise heftige Wind und einzelne Regenschauer konnten die Stimmung nicht trüben.
Die Wanderroute war bestens von König Michael Masannek geplant und das gesamte Königshaus hatte Proviant (ofenfrische Brötchen mit feinstem Belag sowie Getränke in jeder Form) in reichlichem Maße zur ersten Ruhestation anfahren lassen und spendiert.

Erste Rast an der Grillhütte am Buschhof in Meierberg.
Weiter ging die Wanderung durch „Michaels Jagdrevier“. Durch die schöne, weitläufige Landschaft Meierberg Hagendorf und schließlich über Fütig nach Almena zurück. Dort wurde die Wandergruppe bereits von Hilde und Heinrich Brand erwartet und mit Bratwurst, Kuchen, kalten und warmen Getränken bewirtet.
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Im Zeitalter der Technik und der Perfektion kommen auch in der Auswertung der beschossenen Scheiben sowie in der Verwaltung der Schützendaten und deren Schießergebnisse modernste Geräte zum Einsatz. So wurde jetzt die Computeranlage mit der elektronischen Auswertmaschine (Lesegerät) vernetzt. Alle Ergebnisse werden sofort „unbestechlich“ und fehlerlos automatisch in die Karteien übertragen.

Die Sportleitung – von links: Dieter Behr, Carsten Kuhlmann, Ricarda Behr und Heiko Brandt.
Um diese Trophäe wetteifern unsere Jugendlichen alle zwei Jahre.

Jubel und Freude des Siegers oder der Siegerin und Enttäuschung der Unterlegenen liegen dann für einen kleinen Moment dicht beieinander. Ist doch der Traum eines jeden Jugendlichen: Einmal König oder Königin zu sein.

Für das leibliche Wohl der Schützen auf dem Schießstand und für das entsprechende Ambiente, sorgt das Inhaberpaar des Hotel Haus Breiding, Angelika und Ingo Sagebiel.
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Der Vorstand von links: 2. Kassierer Bernd Dißmeier, Oberst Herbert Hetmeier, Vereinssportleiter Heiko Brandt, Schriftführer/Geschäftsführer Martin Kampmeier, Schriftführer Friedhelm Brandt, Rechnungsführer Wolfgang Klopstein, 2. Vors. Rüdiger Brand, 1. Vorsitzender Rudi Bünte.
Wenn sich die Almenaer Schützen in den letzten hundert Jahren oft über verregnete Umzüge bei Schützenfesten zu beklagen hatten, so meint es der Wettergott in diesem Jahr besonders gut. Seit Wochen und Monaten statt Regen nur pure Sonne, die das Quecksilber auf über 36 0 ansteigen lässt. Da werden allerdings Festumzüge – wie in diesem Jahr bei den befreundeten Vereinen Schötmar, Rinteln und Bösingfeld – schon zu Strapazen. Aber dennoch wünschen sich die Almenaer Schützen, für das im nächsten Jahr anstehende Schützenfest, sonniges Wetter statt Regen.
Der besondere Grund: Der Schützenverein Almena von 1885 e. V. besteht im nächsten Jahr 50 Jahre seit der Wiederbegründung nach dem zweiten Weltkrieg und das ist wahrlich ein Grund, das turnusmäßig anstehende Schützenfest als Jubiläumsfest zu gestalten.
Erfreulich ist, dass sich in der heute ca. 300 Mitglieder umfassenden Mitgliederliste mehrere Schützenbrüder befinden, die im Jahre 1954 den Schützenverein in Almena wieder aufleben ließen. Dank ihrer Vereinstreue und ständigen Einsatz für die Belange des Vereins, ob bei frohen Festen oder traurigen Anlässen und ihrer Vorbildfunktion für nachrückende Generationen ist der Schützenverein Almena von 1885 e. V. das, was er ist:
Ein Verein, der auf Grund seiner Zielsetzung und deren erfolgreichen Ausübung ,Sport Geselligkeit — Tradition“ Bindeglied und gern gesehener Gast, nicht nur der örtlichen Vereine in A/mena, sondern darüber hinaus, im ganzen Lipperland und im benachbarten Niedersachsen.
Treue, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft gegenüber jedem Vereinsmitglied und somit zum Wohle des Vereins sind Tugenden, die eigentlich von allen gepflegt und befolgt werden. Darüber hinaus gibt es natürlich außergewöhnliche Leistungen, denen dann auch besonderer Dank und besondere Anerkennung gebührt. Mit diesem Thema hat sich der Vorstand in jüngster Zeit befasst und ein Konzept bzw. eine Regelung erarbeitet und beschlossen. Hierzu nachfolgende Ausführungen vom Geschäftsführer Martin Kampmeier:
,Es ist ein lobenswerter Brauch, wer etwas Gutes bekommt bedankt sich auch. “ frei nach Wilhelm Busch
Anders als in seinen Lausbubengeschichten erklärt uns hier dieser beliebte Märchenerzähler mit einem Satz, dass es zwischen uns Menschen selbstverständlich sein sollte, sich für empfangene Arbeit, Hilfe oder Freundlichkeit auch angemessen zu bedanken.
Ich selbst möchte mich eingangs bedanken beim Chronisten für die Gelegenheit zur Vorstellung unserer neuen, künftigen Orden in diesem Buche und weiter bei denjenigen Vorstandskollegen, die diese künftige Initiative für Dank und Ehrung unterstützen.
Dank und Ehrung sollen vermehrt in Zukunft treue und langjährig aktive Schützen und Schützendamen erfahren. Im Jahre 2004 steht der Schützenverein Almena v. 1885 e.V. im fünfzigsten Jahr seiner Wiedergründung. Diese Wiedergründung in der schweren und entbehrungsreichen Zeit war erforderlich durch die Zwangsruhe aller Aktivitäten im Schützenleben in den Kriegswirren und der Besatzungszeit.
Mit den seit 1954 im Verein aktiven Schützenbrüdern haben wir erstmals Echte Fünfziger in unseren Reihen. Ihnen möchten wir für diese große Beständigkeit und Treue durch einen extra für sie entworfenen Orden unseren Dank ausdrücken.
Dabei war es nicht einfach zweifelsfrei zu klären, wer wann genau unserem Verein beigetreten ist, da nach so langer Zeit selbst die Erinnerung der Betroffenen Lücken aufweist. So erhalten alle Teilnehmer der Versammlung vom Mai 1954 eine Spange mit der Zusatzgravur Gründungsmitglied Alle künftigen Fünfziger erhalten den Orden in der nachfolgend beschriebenen Ausführung.
Der Treueorden „50 Jahre treu dem Verein“ zeigt das Grün als Symbol der Beständigkeit vor goldenem Eichenlaub und gekreuzten Gewehren mit der ebenfalls goldfarbenen Jubiläumszahl 50. Im Zentrum prangt das Vereinszeichen im Ehrenkranz. Getragen wird der Orden am grün-weißen Band links auf der Brust.

Anerkennung und Ehrung gebührt unseren Helfern und Förderern!
Unser Verein lebt nur zum kleinen Teil von den geringen Jahresbeiträgen und könnte ohne die selbstlose Tätigkeit der fleißigen Helfer und der finanziellen Förderung (häufig im Verborgenen bleibender) großzügiger Spender nicht in der gewohnten Weise Schießsport und Traditionsfeiern anbieten.
Einige Beispiele sind die regelmäßigen Freizeitstunden, die unsere Schießoffiziere und die Standaufsicht für unseren Sport leisten. Oder Grünschmuck und Fähnchen, die vor jedem Fest herangeschafft und aufgestellt, danach wieder eingesammelt und entsorgt werden müssen. Selbst der notwendige Splitt vor dem Festzelt verteilt sich bei Regenwetter nicht von selbst und doch kommt und verschwindet er bei jeder unserer Feiern damit wir trockenen Fußes auf das Festzelt gelangen.
Die Sponsoren können oft nicht körperlich arbeiten, wollen mit ihren finanziellen Hilfen häufig unerkannt bleiben und doch müssen Kapellen und Pokale, die Bonbons und Blumensträuße unserer Damen genau wie Freibier und Bewirtung auf Wanderungen stets auch bezahlt werden!
Für diese mannigfaltige Förderung möchten wir uns künftig auch für andere sichtbar durch einige kleine Orden bedanken. Wohl gab es anfangs Bedenken, dass es Neid geben könne oder (noch) nicht geehrte Mitglieder sich zurückgesetzt fühlen würden.
Das aber kann kein Grund sein, sich erst gar nicht zu bedanken. Und kein Schütze sollte neidisch sein auf die Leistungen des anderen, sondern dies eher als Ansporn für sich selbst verstehen. – Dann erhält auch er ganz gewiss einen Verdienstorden, denn „jede gute Tat ist ihres angemessenen Lohnes wert“.
Natürlich werden wir nicht alle Hilfen und Arbeiten der fernen Vergangenheit würdigen können. Hier müssen wir uns auf die früheren Regularien verlassen. Auch wird es in Zukunft nicht gleich für jedes „erste Anfassen“ bereits Orden regnen. Denn Hilfestellung sollte in unserer Gemeinschaft der Schützen selbstverständlich sein. Doch die stete und jahrelange Hilfe unserer Mitglieder wollen wir angemessen würdigen.

Martin Kampmeier (1. Schriftführer)
Die Verdienstorden in Bronze, Silber und Gold sollen ein Dank für erbrachte Hilfe und Förderung sein. Sie sind bewusst unterschiedlich gestaltet, zeigen jedoch als Gemeinsamkeit das Eichenlaub.
Die bronzene Medaille „Für treue Dienste“ ist bestimmt für Mitglieder in besonderen Gruppen oder Helfern bei Gruppenarbeiten und wird umrahmt von einem Diamantschnitt. Zur Befestigung dient ein bronzenes Eichenlaub.
Das silberne Kreuz wird verliehen an Einzelpersonen für mehrjährige „treue Mitarbeit“ genau wie an langjährige Förderer, es trägt in der Mitte unser Vereinszeichen mit Kranz und Gravur. Zur Befestigung dient ein silbernes Eichenlaub.
Das große Verdienst-Kreuz des Vereins ist gehalten in gold und grün. Es dient der Würdigung von vorbildlicher Treue, Pflichterfüllung und herausragender Leistung, die weit über eine Mitarbeit hinaus geht ebenso wie adäquate mehrfache und großzügige Unterstützung. Das Vereinslogo im Zentrum umrahmt ein silberner Kranz mit der Inschrift „Für Besondere Verdienste“. Zur Befestigung dient ein goldenes Eichenlaub.

Bronzene Medaille Silbernes Kreuz

Großes Verdienstkreuz in Gold
Ein großer Tag für unseren Ehrenoberst Manfred Bertram.
Der Ehrenkreisvorsitzende des Schützenkreises Lippe, Friedrich Rehme, hatte alle Ehrenobristen und Ehrenvorsitzenden der Lippischen Schützenvereine eingeladen zum Pokalschießen auf der Schießanlage der Schützengesellschaft Horn am 13. September 2003. stiftete eigens dafür handgeschnitzten Lippischen Schützen“ als Wanderpokal. Seine Beweggründe dafür waren: Danke zu sagen denen, auf deren Mitarbeit im Schützenkreis Lippe er sich während seiner über zwanzigjährigen Tätigkeit als Kreisvorsitzender stets verlassen konnte.
Unser Ehrenoberst Manfred Bertram nahm teil, um
1. Solidarität zu zeigen, 2. um unseren Schützenverein würdig zu vertreten und letztendlich natürlich auch unter Beweis zu stellen, dass er nicht nur Ehrenoberst, sondern immer noch ein sehr guter Sportschütze ist.
Seine Mühe hat sich gelohnt: Ganz knapp, um wenige tausendstel Millimeter, verfehlte er den ersten Platz und kehrte

mit dem 2. Platz und einer Urkunde sowie einem, von Friedrich Rehme selbst angefertigten, Pokal zurück.
Nachwort Heinz Süllwold und Danksagung
Nachwort
Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, dass Sie dieses kleine euch bis zur letzten Seite gelesen haben. Zeigt es doch, dass es ihr Interesse am Wirken des Schützenvereins Almena geweckt hat.
Sicher haben sich viele von Ihnen in dieser Zeitgeschichte wiedergefunden und es sind Erinnerungen an längst vergangene Erlebnisse wach geworden. Darüber hinaus haben Sie manches aus alter Vorzeit unseres Vereins kennen gelernt.
Ich wünsche mir von Ihnen und den nachfolgenden Generationen, dass Sie dem Schützenverein Almena von 1665 e. V. weiterhin Ihr Interesse und Ihre Mitarbeit entgegenbringen und Ihre Treue halten. Mit diesen Fundamenten ausgestattet, wird es in fünfzig oder hundert Jahren sicherlich einen zweiten Band der Vereinschronik geben. (Dann allerdings nicht von mir.)
Ich danke für Ihr Interesse.

Herzlichen Dank
sagen wir nachstehenden Sponsoren, die es durch ihre Spenden ermöglicht haben, den Druck der Vereins-Chronik zu realisieren und dieses Buch allen Interessierten zu einem günstigen Preis zugänglich zu machen:
Bärbel Feil und Norbert Scholz
Bernd und Renate Dißmeier
Döbel Druck GmbH, Barntrup
Erich und Erna Thermann
Friedhelm und Brigitte Brandt
Gemeinde Extertal
Gudrun und Martin Marczinowski
Heinz Dißmeier
Heinz Süllwold
Hotel Haus Breiding, Inh. Familie Sagebiel
Kornelia und Wolfgang Klopstein
Martin Kampmeier
Möbelhaus Brand Almena
Olaf Bebermeier -Schaumstoffe- Almena
Rolf Sandmann, Apotheke Almena
Rudolf Bünte
Siegfried Ortmann
Sparkasse Lemgo
Volksbank Nordlippe, Extertal
Waffen-Meier, Inh. Brammer, Herford
Wolfgang und Ursel Chillek
Nachrufe der Vereinsmitglieder zur Chronik
einige Nachrufe unserer Mitglieder und Vereinsfreunde
Seit der Gründung im Jahr 1885 prägt unser Verein das Gemeinschaftsleben in Almena nachhaltig.

Anna
Ehrenvorsitzender des Vereins
Sein Engagement für den Schießsport und die Gemeinschaft wird uns stets in Erinnerung bleiben.

Anna
Langjährige Schriftführerin
